Essener Schüler erfolgreich bei Jugend debattiert

Sollen politische Wahlen in Supermärkten und Einkaufszentren möglich sein? Und ist es sinnvoll, gesetzlich zu kontrollieren, wie lange ein Kind vor dem Computer sitzen darf? Diese Fragen stellen sich Schüler bei „Jugend debattiert“.

Vor wenigen Tagen sind im Rathaus zwei Debatten ausgetragen worden, die die Schüler im Wettbewerb eine Runde weiter bringen.

Die Zehntklässlerin Paula Laković vom Gymnasium Werden ist zufällig zum Debattieren gekommen. „Meine Deutschlehrerin hat mich spontan gefragt, ob ich einen Mitschüler vertreten kann. Ich hatte drei Tage Zeit, um mich vorzubereiten.“ Ihr Lehrer Helge Augustin, der als Juror für die jüngere Gruppe fungiert, empfiehlt seinen Schülern mitzumachen: „Bei einer Debatte müssen die Schüler umdenken, kreativ werden und trotzdem sachlich bleiben.“

Die Debatten sind immer gleich aufgebaut. Zwei Paare treten gegeneinander an und jeweils eine Gruppe folgt oder widerspricht einer These. Neben Einzelvorträgen müssen sich die Schüler auch im Debattengespäch behaupten. Welche Position ein Schüler vertreten muss, wird an dem Tag der Debatte ausgelost. Das fordert Flexibilität und gute Vorbereitung.

Daniel Heuer, ein Sechstklässler vom Helmholtz-Gymnasium, überzeugt die Jury mit Klarheit. Zu der These, ob Eltern den Computerkonsum ihrer Kinder kontrollieren sollen, findet er eindeutige Worte: „Ich bin für gesetzliche Kontrollen. Kinder haben noch Respekt vor dem Gesetz.“ Die Sieger der Debatten sind in der Gruppe 1 (Klassen fünf bis acht): Klara aus den Fünten (Mülheim) und Daniel Heuer (Essen). Gruppe 2 (Klassen neun bis 13): Nina Johanna Kreft (Essen) und Paula Laković (Essen).

Die Gewinner können an der Landesqualifikation teilnehmen. Das Landesfinale wird schließlich am 23. April im Düsseldorfer Landtag ausgetragen.

 
 

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