Essener Polizei verlegt Demo-Disput in den Norden der City

Gerade mal rund 30 Demonstranten verloren sich Anfang Juni bei der letzten Demo „gegen Politikwahnsinn“ auf dem Hirschlandplatz. Kommenden Mittwoch sollen Demo und Gegendemo an den City-Nordrand umziehen.
Gerade mal rund 30 Demonstranten verloren sich Anfang Juni bei der letzten Demo „gegen Politikwahnsinn“ auf dem Hirschlandplatz. Kommenden Mittwoch sollen Demo und Gegendemo an den City-Nordrand umziehen.
Foto: FUNKE Foto Services
Rechtlastiges Bündnis „Essen gegen Politikwahnsinn“ will am 13. Juli erneut demonstrieren und marschieren. Bühne für Demo und Gegendemo ist der Viehofer Platz.

Essen. Für die vierte Auflage seiner Demonstration gegen Politiker, Kirchen, Gewerkschaften und Medien und die vermeintliche Überfremdung in Deutschland muss das rechtslastige Bündnis „Essen gegen Politikwahnsinn“ sich an einen neuen Tummelplatz gewöhnen: Wie die Polizei am Donnerstag auf Anfrage bestätigte, soll nach drei Veranstaltungen auf dem Hirschlandplatz die Demo am Mittwoch 13. Juli auf dem Viehofer Platz am Nordrand der Innenstadt über die Bühne gehen. Auch die Gegendemonstranten vom Bündnis „Essen stellt sich quer“ ziehen um: Sie finden, so wurde es in den Kooperationsgesprächen mit der Polizei festgezurrt, jetzt an der Viehofer Straße in Höhe Pferdemarkt ihr Forum zum Protest.

Für ein aufwändiges Polizeiaufgebot scheint gesorgt, wie groß der Auftrieb an Demonstranten auf beiden Seiten ist, bleibt allerdings bis auf weiteres unklar: Der Zuspruch war zuletzt spürbar gesunken, jetzt allerdings lädt das Bündnis des Pegida-Ablegers „Essen gegen Politikwahnsinn“ offen auch rechtsextreme Gruppen und Parteien dazu. Man rechne mit bis zu 300 Teilnehmern, die Gegendemo mit rund 350.