Essener Philharmoniker spielen für Flüchtlinge

Die Essener Philharmoniker
Die Essener Philharmoniker
Foto: waz
„Refugees welcome“ mit Beethoven am kommenden Sonntag ab 11 Uhr in der Philharmonie. Zeichen der Solidarität und der Willkommenskultur.

Essen. „Refugees welcome“ heißt es am Sonntag, 15. November, ab 11 Uhr in der Philharmonie. Mit dem kurzfristig in den Spielplan aufgenommenen Konzert wollen die Essener Philharmoniker unter Leitung ihres Chefdirigenten Tomás Netopil ein Zeichen der Solidarität und der Willkommenskultur setzen.

Als „Kulturbotschafter der Stadt und Teil einer offenen Stadtgesellschaft“ habe man sich zu dieser Initiative entschieden, sagt der Künstlerische Leiter Markus Kiesel. Zumal das Orchester mit über 20 Nationalitäten selber für Internationalität stünde, erklärt Angelo Bard vom Orchestervorstand. Ein Teil des Kartenkontingentes wird kostenlos an Bewohner der Flüchtlingseinrichtungen verteilt, eingeladen sind auch ehrenamtliche Helfer, die die Tickets im Rahmen des Freikarten-Kontingents ab sofort im Abobüro der Theater und Philharmonie beziehen können. Der Erlös aus dem Kartenverkauf (11 bis 44 Euro) kommt einer Flüchtlingsorganisation zugute.

Für Sozialdezernent Peter Renzel ist die Initiative des Orchester ein starkes Zeichen der Solidarität. „Die schwierige Situation dieser vielen Menschen in Not geht uns allen sehr nahe. Daher war es für uns selbstverständlich, dass wir nicht nur unbeteiligt zusehen. Wir möchten helfen“, erklärt Philharmonie-Intendant Hein Mulders. Beethovens berühmte „Ode an die Freude“ aus der 9. Sinfonie, die zur Hymne für Frieden und Völkerverständigung geworden ist, wird das Anliegen unterstreichen. Tickets: 0201/8122-200.

 
 

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