Essener FDP fordert Richtigstellung von ARD-Magazin Monitor

Frank Stenglein
Klaus Kunze, frühere EBE-Geschäftsführer.
Klaus Kunze, frühere EBE-Geschäftsführer.
Foto: WAZ FotoPool
Das ARD-Magazin „Monitor“ brachte einen Beitrag zum Thema „Postengeschacher bei kommunalen Unternehmen“. Dabei unterlief den Machern ein Fehler: Statt des ehemaligen Geschäftsführers der Entsorgungsbetriebe Essen wurde der FDP-Fraktionschef im Essener Rat gezeigt. Bei der FDP ist man sauer.

Essen. „Die Geschichte dreht sich um ihn: Klaus Kunze“, hieß es in dem „Monitor“-Beitrag. Gezeigt wurde dann in der ARD-Sendung am Donnerstagabend allerdings nicht der frühere EBE-Geschäftsführer, sondern Hans-Peter Schöneweiß, der Fraktionschef der FDP im Rat der Stadt Essen.

Die FDP-Fraktion zeigt sich über diesen groben Fehler der Fernsehleute „bestürzt“. Immerhin ging es um das Thema „Postengeschacher bei kommunalen Unternehmen“ und Schöneweiß, im Hauptberuf Polizeibeamter, gerate nun in ein Licht, in das er nicht gehöre. „Die FDP fordert eine Richtigstellung bezüglich der Sequenz.“

„Von gut recherchierter journalistischer Arbeit kann man wohl nicht sprechen, wenn ich in einem Bericht mit dem ehemaligen Geschäftsführer der EBE, Klaus Kunze, verwechselt werde“, bemerkt Hans-Peter Schöneweiß. „Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass weder ich als Fraktionsvorsitzender, noch ein anderes Mitglied der Essener FDP-Fraktion in den von der Staatsanwaltschaft betriebenen Ermittlungen involviert ist und dass Klaus Kunze nie in Amt oder Funktion für die Essener FDP tätig war oder ist“. Kunze ist seit vielen Jahrzehnten Mitglied der SPD.

Während in Essen die Verwechslung eher für Heiterkeit sorgte, sieht sich Schöneweiß dennoch vor einem Millionenpublikum in Misskredit gebracht.