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Essener Energydrink gegen RB Leipzig – wie sich „Flutlicht“ verkauft und welche Traditionsvereine am meisten davon profitieren

Zwei Essener schufen einen Energydrink gegen die Kommerzialisierung des Fußballs.
Zwei Essener schufen einen Energydrink gegen die Kommerzialisierung des Fußballs.
Foto: Flutlicht.rocks
  • Zwei Essener haben sich mit Red Bull angelegt
  • Die Fußballfans entwickelten einen Energydrink „pro Tradition“
  • Und der verkauft sich gut

Essen. Protest gegen RB Leipzig und die weiteren Fußballprojekte von Red Bull gibt es auf die unterschiedlichsten Arten. Besonders einfallsreich: der Energydrink „Flutlicht“.

Ein Essener Startup hat sich mit dem Getränk gegen die Kommerzialisierung des Fußballs mit Red Bull angelegt (hier mehr dazu).

Der Clou: 5 Cent von jeder verkauften Dose gehen an einen Traditionsverein, den sich der Käufer selber aussuchen darf.

Und es funktioniert! Im September auf den Markt gebracht, haben die Gründer Martin vom Hofe und Stefan Henske in nun fünf Monaten über 10.000 Dosen „Flutlicht“ verkauft. Und das, obwohl beide das ganze aus Leidenschaft, auf eigene Kosten und im Feierabend nach ihrem Vollzeitjob vorantreiben.

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„Es fehlt noch immer an Bekanntheit, hätte noch mehr Aufmerksamkeit verdient“, resümiert vom Hofe gegenüber DER WESTEN die ersten Monate. „Für den Anfang sind wir aber sehr zufrieden.“

Über 10.000 verkaufte Dosen heißt auch: über 500 Euro für deutsche Traditionsvereine, die im Gegensatz zu RB Leipzig und Co. ohne steinreichen Großinvestor und Geld-Pipeline direkt in die Geschäftsstelle auskommen müssen.

Am meisten profitierten bislang Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen vom „Sportgroschen“.

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Darüber hinaus verteilt sich der Sportgroschen an die unterschiedlichsten Vereine von Kreisliga bis Bundesliga. Auch Chemie Leipzig und Lok Leipzig, die Traditionsklubs die wohl am meisten unter dem hochkonstruierten Erfolg von RB Leipzig leiden, haben schon Unterstützung durch Käufer des Energydrinks erhalten.

Kurios: Fans von Chemie Leipzig sammeln derzeit selbst Geld – für den Bau eines Flutlichts. Passt wie die Faust aufs Auge.

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