Essen

Essen: Bewaffneter nahe Bank gesichtet – Polizei mit Großaufgebot vor Ort

In Essen rückte die Polizei wegen eines vermeintlich bewaffneten Mannes an. (Symbolbild)
In Essen rückte die Polizei wegen eines vermeintlich bewaffneten Mannes an. (Symbolbild)
Foto: imago images / blickwinkel

Essen. Was Anwohner in Essen-Heisingen am Donnerstagnachmittag erblickten, verschlug ihnen glatt den Atem. In dem sonst so ruhigen und beschaulichen Stadtteil beobachteten sie einen Mann, der sich mit einer Pistole bewaffnet in der Nähe einer Bank aufgehalten haben soll. So die Annahme der Zeugen.

Die Polizei Essen rückte mit einem Großaufgebot an. Als sie den vermeintlichen Täter dingfest machen wollten, staunten die Beamten allerdings nicht schlecht.

Essen: Zeugen beobachten Mann mit Waffe

Gegen 17.30 Uhr ging bei der Polizei Essen ein Notruf ein, der sofort alle in Alarmbereitschaft versetzte. Zeugen gaben an, einen etwa 20-Jährigen mit Baseball-Kappe und einer schwarzen Pistole in der Nähe einer Bank in Heisingen beobachtet zu haben.

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Zahlreiche Streifenwagen machten sich daraufhin auf den Weg in den Stadtteil im Essener Süden. Sogar Einsatzkräfte der Hundertschaft und Polizeihunde waren im Einsatz.

Mit einem solchen Ende hätten die Beamten aber sicher nicht gerechnet: Als der vermeintliche Bankräuber in einen Linienbus stieg, schlugen die Beamten zu. Sie stellten den Verdächtigen im Bus und nahmen ihn fest.

Doch der angebliche Mann entpuppte sich als ein 13-jähriger Jungen. Bei der Waffe, die Zeugen gesehen hatten, handelte es sich um eine Softair-Pistole, die der Junge in der Öffentlichkeit mit sich getragen hatte.

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Softair-Waffen mit einer Schussenergie von unter 0,5 Joule werden als Spielzeuge eingestuft. Für sie ist keine Altersbeschränkung vorgesehen. Häufig werden sie jedoch nur an Jugendliche über 14 Jahren verkauft. Joulewerte zwischen 0,5 und 7,5 sind frei verkäuflich, jedoch erst ab 18 Jahren. Um sie in der Öffentlichkeit zu tragen, benötigt man zudem einen Waffenschein.

Spielzeug-Pistolen machen einen gefährlichen Eindruck

Für den 13-Jährigen ging es erst einmal zurück zu seinen Eltern. Die Polizei schrieb eine Ordnungswidrigkeitenanzeige – die gilt auch, obwohl der Junge mit 13 Jahren noch nicht strafmündig ist. Außerdem nutzt die Polizei Essen den Vorfall für eine dringende Warnung.

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So sollten auch Spielzeug-Pistolen nicht in der Öffentlichkeit getragen werden, da sie echten Waffen mitunter sehr ähnlich sehen. Bei Beobachtern kann so schnell ein falscher Eindruck entstehen - ebenso wie bei der Einschätzung der Situation durch die Polizei. (dav)

 
 

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