Essen: Was ER seiner Freundin antat, ist einfach brutal – Richter greift zu heftiger Maßnahme „Hatten keine Wahl“

Vor dem Landgericht in Essen wurde gegen Martin M. das Urteil gesprochen. Der Richter griff dabei zu einer drastischen Maßnahme. (Archivbild vom Prozessauftakt im Januar)
Vor dem Landgericht in Essen wurde gegen Martin M. das Urteil gesprochen. Der Richter griff dabei zu einer drastischen Maßnahme. (Archivbild vom Prozessauftakt im Januar)
Foto: Matthias Graben / FUNKE Foto Services

Stalking, Drohungen, Gewalt – was Martin M. seiner Freundin angetan hat, ist einfach unbeschreiblich. Einer der traurigen Höhepunkte: M. bedrohte seine Freundin mit einer Waffe, als sie schrie, steckte er sie ihr in den Mund.

Seit Anfang dieses Jahres stand M. wegen dieser Vorwürfe vor dem Landgericht in Essen. Nun fiel das Urteil gegen den Mann aus Essen. Der Richter griff dabei zu einer harten Maßnahme, die M. für mehr als nur die verhängten fünfeinhalb Jahre die Freiheit kosten wird. Über das Urteil berichtete zunächst die „WAZ“.

Essen: Mann geht brutal auf Frauen los

Am 16. Januar begann der Prozess gegen Martin M. vor dem Landgericht in Essen. Da es aufgrund der Corona-Krise zwischenzeitlich zur Verschiebung von Prozessterminen gekommen war, dauerte es beinah neun Monate, bis ein Urteil gegen den Essener gesprochen wurde.

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Das ist das Landgericht Essen:

  • etwa 300 Mitarbeiter arbeiten am Landgericht in Essen
  • der Landgerichtsbezirk, für den es zuständig ist, umfasst knapp 1,4 Millionen Einwohner
  • liegt im Bezirk des Oberlandesgerichts Hamm
  • das ursprüngliche Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, danach aber wieder aufgebaut

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Die Kammer verurteilte M. zu fünfeinhalb Jahren Haft. Mehrfach war er seiner Freundin und zuvor auch anderen Frauen gewalttätig gegenüber geworden. Regelrecht manisch habe er seine Freundin mit verschiedenen, perfiden Maßnahmen verfolgt und überwacht, war regelmäßig brutal auf sie losgegangen.

Richter trifft harte Entscheidung

Unter anderem soll er seine Freundin mit einer Waffe bedroht haben, ihr die Pistole sogar in den Mund gesteckt haben. Es ist nur eine der vielen gewalttätigen Szenen, über die vor Gericht gesprochen wurden. Die „WAZ“ schildert einige weitere gefährliche Situationen für M.s Partnerinnen.

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Wohl auch deshalb hat sich der Richter zu einem drastischen Schritt entschieden. Richter Markus Dörlemann begründet bei der Urteilsverkündung: „Wir hatten keine andere Wahl.“ Was dem Verurteilten nun neben den fünfeinhalb Jahren Haft noch droht, kannst du bei der „WAZ“ nachlesen. (dav)

 
 

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