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Essen: Vier Jahre Knast! Vater stopfte Säugling Feuchttücher in den Mund – nach dem Urteil könnte ihm noch mehr Ärger drohen

Essen: Adem D. wurde verurteilt, seinem Sohn Feuchttücher in den Mund gestopft zu haben und ihn beinahe ersticht zu haben. (Archivbild)
Essen: Adem D. wurde verurteilt, seinem Sohn Feuchttücher in den Mund gestopft zu haben und ihn beinahe ersticht zu haben. (Archivbild)
Foto: DER WESTEN/privat

Essen. Es war ein Vorfall, der Essen schockierte!

Als Säugling Liam (damals 3 Monate) schrie, stopfte Vater Adem D. ihm mehrere Feuchttücher in den Mund, um ihn ruhig zu stellen. Jetzt ist am Landgericht Essen das Urteil gegen den 22 Jahre alten Vater gefallen. Er muss für vier Jahre hinter Gitter.

Essen: Vater stopfte Baby Feuchttücher in den Mund – Urteil gefallen

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Adem D. so den Säugling zur Ruhe bringen wollte. Richterin Ute Postert sprach von „potenzieller Lebensgefahr“ und einem völlig „wehrlosen Opfer“ und verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung. Berücksichtigt wurde eine laufende Bewährung und ein Tritt gegen seine Ex-Freundin Laura S.

Einzig der sei es zu verdanken, dass dem Jungen nichts Schlimmeres passierte. Die Mutter habe Liam die Feuchttücher rechtzeitig aus dem Mund gezogen, ihn anschließend geschnappt und geflüchtet.

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Vater war bereits vorbestraft

Im Prozess hatte der Verurteilte die Tat abgestritten und seine Ex-Freundin beschuldigt, für die Tat verantwortlich gewesen zu sein. Das glaubte das Gericht ihm nicht. Auch weil der 22-Jährige, der eine Intelligenzverminderung hat, bereits Anfang des Jahres zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Er hatte seine schwangere Freundin bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt.

Essen: Schwangere zur Bewusstlosigkeit gewürgt
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Das sagt Laura S. nach dem Urteil

Laura S., Ex-Freundin und Mutter von Liam, sagte nach dem Urteil gegenüber DER WESTEN: „Ich finde vier Jahre für die beiden Taten ein bisschen wenig. Aber ich bin vor allem erleichtert, denn die ganze Sache hat bei mir seelisch Spuren hinterlassen.“ Sie berichtet, dass sie sich in Essen nicht mehr alleine raus traue.

Die junge Mutter hofft nun darauf, bald ihre beiden Kinder Liam und Alessio wieder in ihre Obhut zu bekommen. Ein Gutachten zu ihrer Erziehungsfähigkeit sei positiv verlaufen, sie will dann einen Neuanfang in einer anderen Stadt wagen.

Adem D. soll heimliche Sex-Aufnahmen angefertigt haben

Vorher steht ihr womöglich Ende des Jahres noch eine Verhandlung bevor. Denn Adem D. soll von ihr heimlich Sex-Aufnahmen gemacht haben und ihr gedroht haben, diese ins Netz zustellen. Sie hat ihn dafür angezeigt. (ms)

 
 

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