Essen

Darum gibt es derzeit so viele fliegende Ameisen in Essen

Auf der Rü und in ganz Essen werden im Moment besonders viele fliegende Ameisen gesichtet.
Auf der Rü und in ganz Essen werden im Moment besonders viele fliegende Ameisen gesichtet.
Foto: Flying Black Ants (CC BY 2.0)
  • Besonders viele fliegende Ameisen in Essen
  • Warum fliegen gerade jetzt so viele der kleinen Insekten umher?
  • Ein Biologe erklärt den Grund

Essen. Im Juni waren die fliegenden Ameisen in Oberhausen unterwegs: Jetzt sind sie auch in Essen zahlreich unterwegs.

Der Biologe Thomas Eltz von der Ruhr Universität Bochum erklärt im Gespräch mit DER WESTEN woran es liegt, dass sich die fliegenden Ameisen in Essen ausbreiten und es sich auf der Rüttenscheider Straße gemütlich machen.

Fliegende Ameisen in Essen: Tier treffen sich zur Paarung

Das große Aufkommen liege vor allem am Fortpflanzungsprozess. „Die fliegenden Ameisen schlüpfen gerade“, erklärt der Biologe. Bei sehr vielen Ameisenarten sei es gerade so, dass die Tiere ausschwärmen und sich zur Paarung treffen.

„Die Ameisen sammeln sich gerade in der Nähe ihrer Nester zum Hochzeitgeflüster“, so Eltz. In dieser Zeit finden sich Männchen und Weibchen zur Paarung zusammen.

„Die machen das am Höhepunkt der Kolonialentwicklung“, so Eltz. Dieser Zeitpunkt ist jetzt und erklärt die Schwärme in Essen.

„Auf Exkursionen stellen wir auch ein großes Aufkommen von Heuschrecken fest“, erklärt der Biologe weiter. Also seien fliegende Ameisen nicht als einzige Insekten im Moment in großer Zahl unterwegs.

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2018 ein „insektenfreundliches Jahr“

Eine Bekämpfung der Insekten sei trotz der großen Menge erstmal nicht vonnöten. „Das ist momentan ein ganz normaler Prozess“, so Eltz.

Das Wetter biete momentan einfach sehr gute Bedingungen zur Vermehrung der Insekten.

„Vielleicht ist es dieses Jahr besonders stark, das liegt am warmen Frühjahr und am heißen Sommer.“ Die Temperaturen seien 2018 bisher vergleichsweise warm und trocken.

Dadurch entwickle sich ein „insektenfreundliches“ Jahr.“

Mehr Regen wäre ein Problem für soziale Insekten

Wenn es mehr regnen würde, würde das gleich ganz anders aussehen.

„Wenn es zu nass wird, ist das ein Problem für die sozialen Insekten und das würde auch zu Lasten der Kolonialbildung gehen“, erklärt Eltz.

Bei kühler rund feuchter Nässe gebe es ein geringeres Insektenaufkommen.

Generell gibt es aber eher eine „Abnahme von Insekten“, wie der Biologe erklärt. (mj)

 
 

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