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Essen: Vater stopft Baby Feuchttücher in den Mund und erstickt es beinahe – DAS droht ihm jetzt

Essen: Adem D. soll mit Feuchttüchern sein Baby Liam beinahe erstickt haben.
Essen: Adem D. soll mit Feuchttüchern sein Baby Liam beinahe erstickt haben.
Foto: Vanessa Hellwig/privat; Montage: DER WESTEN

Essen. Weil Liam beim Windeln wechseln schrie, steckte Adem D. seinem drei Monate alten Baby Feuchttücher in den Mund. Davon ist die Staatsanwaltschaft Essen überzeugt und hat nun Anklage gegen den 21-Jährigen erhoben.

Freundin Laura S. erwärmte Anfang November gerade die Milch für den kleinen Liam, als der schreckliche Vorfall in Essen passiert sein soll. Die Mutter des Säuglings war gerade noch rechtzeitig zur Stelle, verhinderte Schlimmeres.

Essen: Adem D. soll Baby Feuchttücher in Mund gesteckt haben

„Ich habe die Feuchttücher sofort aus seinem Mund gezogen“, berichtete Laura S. im vergangenen November gegenüber DER WESTEN von dem Vorfall.

Am 25. August soll jetzt der Prozess gegen den Kindesvater vor dem Landgericht Essen starten. Adem D. muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Kindeswohlgefährdung verantworten.

Auch eine Anklage wegen versuchten Totschlags stand im Raum. „Die Kammer hat Zweifel an der Tötungsabsicht“, so Gerichtssprecher Tim Holthaus. Vielmehr geht die Kammer davon aus, dass Adem D. mit den Feuchttüchern das Schreien des Babys beenden habe wollen.

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Adem D. bereits zu Bewährungsstrafe verurteilt

Dennoch droht Adem D. eine längere Haftstrafe. Denn der Essener war bereits vom Essener Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden, weil er seine damals schwangere Freundin Laura S. bewusstlos gewürgt hatte. >>> hier mehr zum Prozess

Essen: Schwangere zur Bewusstlosigkeit gewürgt
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Doch nach Informationen von DER WESTEN ist Adem D. mittlerweile nicht mehr auf freiem Fuß. Er soll gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben, seiner ehemaligen Freundin aufgelauert und sie bedroht haben. Auch soll er sich nicht mehr bei der Polizei gemeldet haben. Ein Sprecher des Amtsgericht konnte das auf Nachfrage nicht bestätigen.

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Mutter kämpft um Rückkehr ihrer Kinder

Fest steht: Mutter Laura S. wird beim Prozess als Nebenklägerin auftreten. Sie kämpft nach wie vor darum, dass ihre Kinder zurück zu ihr kommen. Der kleine Liam ist aktuell in einer Pflegefamilie untergebracht, ihr zweiter Junge Alessio beim leiblichen Vater. Immerhin das alleinige Sorgerecht für Liam wurde ihr bereits zugesprochen.

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Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt.

 
 

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