Essen

Wer diese Glocke im Essener Uni-Klinikum läuten darf, hat Glück - auch für Schauspieler Henning Baum ist sie besonders

Henning Baum darf zusammen mit der kleinen Kristel die Glückauf-Glocke einweihen.
Henning Baum darf zusammen mit der kleinen Kristel die Glückauf-Glocke einweihen.
Foto: Uniklinikum Essen
  • Glückauf-Glocke in der Uni-Klinik
  • Henning Baum hat sie eingeweiht
  • Sie soll Ende der Bestrahlung einläuten

Essen. Seit kurzem gibt es eine Glückauf-Glocke im Westdeutschen Protonentherapiezentrum an der Uni-Klinik in Essen. Und diese Glocke bedeutet wirkliches Glück. Denn wer sie läuten darf, hat einen Teil des Kampfes gegen Krebs schon gewonnen.

Der Schauspieler und gebürtige Essener Henning Baum („Der letzte Bulle“, „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“) hat die Glocke eingeweiht. Gemeinsam mit einem zweieinhalb Jahre alten Mädchen hat Henning Baum die Glocke das erste Mal geläutet, heißt es vom Therapiezentrum.

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Die kleine Kristel hatte zu dem Zeitpunkt bereits mehr als 30 Bestrahlungen wegen eines Hirntumors hinter sich gebracht. Aufgrund ihres Alters alle unter Narkose. Nun durfte sie die Klinik wieder verlassen.

Und genau aus diesem Anlass soll die Glocke nun in dem Therapiezentrum hängen. Eine Art Abschlusszeremonie soll sie sein für die Patienten, aber auch für Ärzte, Schwestern und Angehörige. Das Ende der Bestrahlung soll so zelebriert werden für alle Beteiligten.

Schließe ab mit dem was war

Auf der Glocke steht der Satz: „Schließe ab mit dem was war, sei glücklich mit dem, was ist, und offen für das was kommt.“

Die Protonentherapie ist ein innovatives radioonkologisches Verfahren. Sie ermöglicht eine besonders präzise Bestrahlung von tiefliegenden Tumoren durch Protonen. Die Schonung gesunden Gewebes um den Tumor herum ist dabei durch die hohe Präzision des Verfahrens möglich.

Vermeidung von Langzeitschäden

Hierdurch ergeben sich Chancen für die Vermeidung von Langzeitschäden und Zweittumoren, was insbesondere für Kinder aber auch für Erwachsene langfristig einen entscheidenden Vorteil bieten kann.

Das WPE hat vor kurzem die europaweite Ausschreibung des National Health Service aus England gewonnen und übernimmt nun auch die Protonentherapie von britischen Kindern und jungen Erwachsenen mit ZNS-Tumoren und Sarkomen, also bösartigen Tumoren von Gehirn, Rückenmark oder Knochen- und Weichteilen.

Aktuell liegt das Durchschnittsalter der Patienten im WPE bei knapp 16 Jahren.

 
 

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