Essen

Essen: Tierheim bekommt wegen Corona seltsame Anfrage in der Coronakrise – „Das ist ganz und gar nicht gut!“

Essen: Auch während der Coronakrise bekommt das Tierheim in Essen zahlreiche Anfragen.
Essen: Auch während der Coronakrise bekommt das Tierheim in Essen zahlreiche Anfragen.
Foto: imago images / Jochen Tack

Essen. Viele Menschen in Essen sehnen sich während des Kontaktverbots zur Coronakrise nach Gesellschaft – nicht nur menschlicher, sondern auch tierischer Art.

Doch ehrenamtliche Gassigeher, Katzenstreichler und andere Tierfreunde dürfen derzeit das Tierheim Essen nicht betreten. Zeit, um sich während der Coronakrise einen Hund aus dem Tierschutz nach Hause zu holen? Tierheimmitarbeiterin Jeanette Gudd rät dringend davon ab.

Tierheim Essen vermittelt Hund, Katze und Co. nicht auf Zeit

Im Tierheim Essen häufen sich laut Gudd solcherlei Anfragen. Zwischen 30 und 40 Menschen hätten sich bereits nach einem Haustier auf Zeit erkundigt. Gudd freut sich zwar, dass die Menschen sich in den schwierigen Zeiten für die Tiere einsetzen möchten.

Doch dann kommt ein großes Aber: „Sie denken dann nicht weiter. Das ist nett gedacht, aber für die Tiere ganz und gar nicht gut.“

Der Grund ist einfach: „Die Tiere verstehen das nicht. In der kurzen Zeit können sie sich gerade richtig in ihrem neuen Heim einleben, und dann müssen sie das nach der Krise direkt wieder verlassen.“

Tiere leiden unter dem kurzfristigen Zuhause

Für die Tiere könne das durchaus eine traumatische Erfahrung sein. Deswegen gebe es beim Essener Tierschutzverein grundsätzlich keine Vermittlung für einen solch kurzen Zeitraum, „weil die Leute jetzt gerade Zeit für ein Tier haben.“

--------------

Mehr aus Essen:

Essen: Lungenfacharzt warnt im Kapf gegen Corona vor diesem gefährlichem Gerücht

Essen/Mülheim: Ruhrbahn stellt jetzt auf DIESEN Fahrplan um

Essen: Zahnärzte in großer Sorge - Vorsicht, DAS ist super gefährlich für sie

--------------

Was allerdings in Essen wie gehabt weiterläuft ist die herkömmliche dauerhafte Tiervermittlung, wegen der Krise allerdings unter leicht veränderten Bedingungen. Anfragen und Beratungen würden derzeit hauptsächlich telefonisch stattfinden. Bei Interesse an einem Tier organisieren die Mitarbeiter einen Termin zum Kennenlernen.

Haustiere werden weiterhin vermittelt

Gassigehen mit dem potentiellen neuen Hund dürfe die Kernfamilie dann gemeinsam, für einen späteren Vertragsabschluss dürfe sich allerdings nur ein einzelnes Familienmitglied mit einem Tierheimmitarbeiter treffen.

++ Gibt es neue Corona-Fälle? Wie reagieren die Behörden? HIER den Corona-Newsletter der WAZ abonnieren ++

Gudd freut sich nicht nur über jedes Tier, das jetzt ein neues dauerhaftes Zuhause findet, sondern auch über die Körbe mit Futterspenden, die viele Tierfreunde jetzt vor der Tür abstellen. „Wir können uns auch jetzt auf die Essener verlassen“, ist sie sich sicher. (vh)

 
 

EURE FAVORITEN