Essen: Stadt verbietet Grillen in Parks – doch es gibt einen Lichtblick

In Essen wird das Grillen in öffentlichen Parks in Zukunft nicht mehr möglich sein. (Symbolfoto)
In Essen wird das Grillen in öffentlichen Parks in Zukunft nicht mehr möglich sein. (Symbolfoto)
Foto: Christoph Soeder/dpa

Die Stadt Essen hat am Mittwoch eine weitreichende Entscheidung beschlossen.

So wird es ab 2021 ein grundsätzliches Grillverbot in allen städtischen Grünanlagen (zum Beispiel im Grugapark) geben – doch es gibt Ausnahmen.

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Essen: Stadt verbietet öffentliches Grillen im Park

Hintergrund der Entscheidung der Stadt Essen sind die gestiegenen Beschwerden über die Grillaktivitäten in den Monaten April bis September.

Das Hauptproblem ist dabei der zurückgelassene Müll, der nicht ordnungsgemäß von den Grillern entsorgt wurde.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • viertgrößte Stadt in NRW
  • 582.760 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • hat neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Doch Parkliebhaber müssen nicht komplett auf den Grillgenuss im freien verzichten. Denn Grillen soll immerhin ab 2021 in ausgewiesenen Grillzonen in einigen Parks weiterhin erlaubt sein. Wo genau und in welchen Grünanlagen die Zonen eingerichtet werden sollen, muss der Rat der Stadt noch erarbeiten.

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Essen: Diese Ausnahmen gibt es

Sicher ist aber: Damit die Verteilung im Stadtgebiet gerecht ist, sollen in jedem Bezirk Grillzonen eingerichtet werden, deren Anzahl und Größe sich an der jeweiligen Bevölkerungsdichte orientieren soll.

Offen ist auch noch, welche Standards die Ausstattung vor Ort haben soll. Die Stadtverwaltung ist damit beauftragt, einen entsprechenden Kriterienkatalog zu erstellen.

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Dabei soll neben zusätzlichen Möglichkeiten zur Müllentsorgung auch die Möglichkeit geprüft werden, öffentliche Toiletten an den Grillzonen einzurichten.

Essen: Verstoß gegen Grillverbot kann teuer werden

Laut der Stadt Essen findet das ausgesprochene Grillverbot ab 2021 vermutlich erst ab 1. April Anwendung, wenn die Grillgebiete eingerichtet wurden.

Wer dann trotzdem außerhalb der Zonen zur Grillzange greift, muss mit einem Bußgeld zwischen 100 und 1.000 Euro rechnen.

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Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Essen werden eine Einhaltung des Verbots kontrollieren. Dabei sollen auch Kräfte des Sicherheitsdienstes RGE eingesetzt werden. (kv)

 
 

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