Essen

Nach Badeunfall in der Ruhr: So reagiert die Stadt Essen auf den schlimmen Unfall

Ein junger Mann ist am Sonntag in der Ruhr untergegangen.
Ein junger Mann ist am Sonntag in der Ruhr untergegangen.
Foto: Justin Brosch

Essen. In Essen ist am Sonntagabend ein junger Mann in der Ruhr beinahe ertrunken. Nach Informationen von der DER WESTEN soll der junge Mann gegen 18.30 Uhr mit zwei Begleitern in Steele versucht haben, den Fluss zu durchqueren.

Der junge Mann soll es allerdings nicht auf die andere Seite geschafft haben und ging unter.

Essen: Badeunfall in der Ruhr – Mann im Krankenhaus

Wie die Feuerwehr am Abend erklärte, zogen andere Schwimmer den 19-Jährigen aus der Ruhr und versuchten, ihn zu reanimieren. Weil sie ihn auf eine Insel in der Ruhr retteten, konnten sie Kanufahrer herbeirufen, die den Mann ans Ufer brachten.

Alarmierte Rettungskräfte übernahmen dann dort die Reanimation.

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Nach Angaben der Feuerwehr wurde der junge Mann in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist weiterhin lebensbedrohlich. Auch am Montagmorgen ist sein Zustand unverändert.

Ein Rettungshubschrauber landete auf einer Grünfläche neben dem Fluss. Er kam aber nicht mehr zum Einsatz. Der Radweg an der Ruhr in Essen-Steele wurde während der Rettung gesperrt.

Warnung vor dem Schwimmen in Flüssen

Die Feuerwehr warnt: Da das Schwimmen in Flüssen selbst für geübte Schwimmer unberechenbar und gefährlich ist, ist es in Essen in der Ruhr und dem Baldeneysee – mit Ausnahme der ausgewiesenen Badestelle – verboten.

Auch die Polizei warnt ausdrücklich vor dem Schwimmen in offenen Gewässern. Und weist auch noch einmal auf das Badeverbot in der Ruhr, dem Rhein-Herne-Kanal und dem Baldeneysee hin.

Wie Stadtsprecherin Jasmin Trilling am Montag auf Nachfrage von DER WESTEN auch mitteilt, gilt in der Ruhr „grundsätzlich ein Verbot“. Theoretisch sei das Ordnungsamt auch zuständig für die Kontrolle des Badeverbots.

Ordnungsamt überprüft routinemäßig das Badeverbot

Doch die Mitarbeiter können auch nicht flächendeckend die Gewässer kontrollieren, macht die Sprecherin deutlich. „Wir versuchen unser Möglichstes“, betont sie. Es gibt Routinekontrollen, die schwerpunktmäßig am Baldeneysee und den Ruhrwiesen durchgeführt werden.

Bei den Streifendiensten des Ordnungsamtes haben die Mitarbeiter nicht nur die Wege, sondern auch das Wasser in Blick. Wer erwischt wird, muss 50 Euro Strafe bezahlen. Er wird aus dem Wasser zitiert und belehrt.

Seit 2016 leben mehr Geflüchtete in der Stadt, seitdem hätten sich auch die Vorfälle gehäuft. Deshalb wird in Flüchtlingsunterkünften gemeinsam mit dem DLRG aufgeklärt. Dort werden Flyer verteilt und mehrfach darauf hingewiesen, wie gefährlich es ist, ins Wasser zu springen. (jg, mb, js)

 
 

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