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Essen: Schlag gegen Dealer auf offener Straße – kiloweise Drogen, mehr als zweihundert Anzeigen

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Essen. Schlag gegen Dealer in Essen!

Drogendealer in der Essener Innenstadt sind zunehmend ins Fadenkreuz der Polizei geraten: Nun hat die Polizei zugeschlagen! Sie entdeckte kiloweise Drogen und schrieb über 200 Anzeigen. Und der Kampf gegen die organisierte Drogenkriminalität in Essen ist noch nicht beendet. Die Polizei hat deshalb einen Appell an die Bevölkerung.

Essen: Polizei gelingt Schlag gegen Dealer

Eine neue Ermittlungskommission, die auf Straftaten und Delikte im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität spezialisiert ist, hat Dealern in Essen nun einen Schlag versetzt. Im Fokus der Ermittlungen standen unter anderem der Rheinische Platz in der nördlichen Innenstadt, wo zivile Beamte, Polizisten der Einsatzhundertschaft sowie Kriminalisten fast täglich im Einsatz waren.

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Sie behielten die Szene im Blick und trafen entsprechende polizeiliche Maßnahmen. So sollten sowohl Drogendealer als auch ihre Hintermänner und gewisse Orte identifiziert und aufgedeckt werden. Das teilte die Polizei am Freitagnachmittag in einer Polizeimeldung mit.

Tatsächlich ist es den Ermittlern so gelungen, mehrere Haupttäter auszumachen und zwei Durchsuchungsbeschlüsse für sogenannte Drogendepots für Wohnungen in Essen und Dortmund zu erwirken. Dabei hat die Polizei am Mittwoch zwei Haupttäter (23) festgenommen.

In den Wohnungen beschlagnahmten die Ermittler zahlreiche Beweisgegenstände, wie unter anderem eine größere Menge an „harten“ Drogen: Kokain und Heroin. Die Drogen waren teilweise sogar im Waschmittelfach einer Waschmaschine versteckt. Zudem stellten die Polizisten Bargeld in fünfstelliger Höhe sowie drogentypische Utensilien wie Streckmittel, Feinwaagen und Druckverschlusstütchen sicher. Die beiden Tatverdächtigen wurden noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt, der U-Haft anordnete.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Polizei Essen nimmt mehrere Männer fest

Erst am Dienstag hatten die Ermittler bereits einen dritten Verkäufer (25) in Essen-Borbeck festgenommen. Er hatte ebenfalls Drogen - Heroin und Kokain - dabei, die bereits für den Verkauf separiert abgepackt waren.

Im August nahmen die Ermittler einen 42-Jährigen fest, der im Verdacht stand, vor seiner Wohnung mit Marihuana gedealt zu haben. Seine Kunden sollen unter anderem Minderjährige gewesen sein.

Bei seiner Festnahme führte er mehrere Gramm Marihuana in einem Rucksack mit sich, welche die Polizisten beschlagnahmten. Ein Richter erließ für den Tatverdächtigen ebenfalls Untersuchungshaft. Er wurde im Oktober zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

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Im September nahm der zivile Einsatztrupp zwei Männer wegen des Verdachts des Marihuana- und Kokainhandels fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die Tatverdächtigen die Polizeiwache verlassen. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern an.

Essen: Kiloweise Drogen, mehr als zweihundert Anzeigen - Appell an Bevölkerung

Die Ermittlungskommission war im Juli ins Leben gerufen worden, nachdem es zunehmend Bürgerbeschwerden gegeben hatte, dass sich das Drogenmilieu auch in andere Bereiche der Essener Innenstadt verlagerte und der Handel teilweise auf offener Straße erfolgte.

Seitdem hat die Polizei mehr als 200 Anzeigen geschrieben und über 1,5 Kilogramm Drogen beschlagnahmt. Diese haben der Polizei zufolge etwa einen Straßenverkaufswert von 40.000 bis 50.000 Euro.

Die Polizei teilte dennoch mit, dass die Drogenszene in der Essener Innenstadt „weiterhin im Blick gehalten werden“ müsse. Und sie richtete sich in einem wichtigen Appell an die Bevölkerung: „Dazu sind Hinweise aus der Bevölkerung ein wesentlicher Bestandteil für die Ermittlungen.“

Zeugen, die wichtige Hinweise geben möchten, werden gebeten, sich telefonisch unter 0201 829-0 oder per E-Mail poststelle.essen@polizei.nrw.de an die Ermittlungskommission zu wenden. (nk)

 
 

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