Essen

Essen: Erste Shisha-Bar öffnet an der Rüttenscheider: Interessengemeinschaft zeigt sich skeptisch

Im nächsten Quartal eröffnet eine Shisha-Bar an der Rüttenscheider Straße in Essen. (Symbolbild)
Im nächsten Quartal eröffnet eine Shisha-Bar an der Rüttenscheider Straße in Essen. (Symbolbild)
Foto: Sebastian Konopka / FUNKE Foto Services
  • In Essen-Rüttenscheid wird im April eine Shisha-Bar eröffnen
  • Warum sich die Interessengemeinschaft Rüttenscheid etwas Anderes gewünscht hat

Essen. Die Interessengemeinschaft Rüttenscheid verkündete am 11. Februar via Facebook, dass eine Shisha-Bar den hippen Essener Stadtteil schmücken wird. „The Pipe“ wird voraussichtlich Anfang April die ersten Gäste an der Rüttenscheider Straße empfangen.

Doch die Interessengemeinschaft Rüttenscheid zeigt sich skeptisch.

Shisha-Bar in Essen-Rüttenscheid löst Diskussion aus

„Essen-Rüttenscheid ist ein heiß begehrtes Pflaster. Jede Woche erhalte ich ein bis zwei Anfragen von Leuten, die ein Ladenlokal in diesem Stadtteil suchen“, erzählt Rolf Krane, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Rüttenscheid, gegenüber DER WESTEN.

Einige Essener würden sich vor Klientel sorgen, die nicht der Zielgruppe der anderen Betreiber in Rüttenscheid entsprechen würden. „Mit dem Wort Shisha haben die Betreiber unnötigerweise ein schlechtes Image erzeugt“, sagt der Rolf Krane. Vor allem werde befürchtet, dass die Bar ein Publikum locke, das Konflikte auslösen würde.

Facebook-Nutzer von Shisha-Bar entsetzt

Bei Facebook zeigen sich mehrere User über die Neueröffnung empört. Mehrere Nutzer klagen über eine Geruchsbelästigung, die bevorstehen würde.

„Schaut euch bitte das Bremuda-Dreieck an. Dann könnt ihr euch vorstellen, wie es in fünf Jahren auf der Rü aussieht“, klagt ein Facebook-Nutzer.

Ein anderer User mutmaßt, dass Rüttenscheid durch die neue Shisha-Bar an Qualität verlieren würde: „Dann ziehe ich bald nach Rüttenscheid. Die Mietpreise werden ja drastisch sinken.“

Andere finden die Kritik wiederum überzogen. „Eine Shisha-Bar macht in Rüttenscheid auf und hier wird schon von einem kommenden Ghetto geredet“, kommentiert einer. „Anscheinend ist eine Spielhalle da mehr der Place to be. So richtig dramatisch finde ich das nicht. Auch die Kunden einer Shisha-Bar bringen Geld in den Stadtteil“, antwortet ein anderer.

„Keiner von euch muss sich da rein reinsetzen. So wie die meisten in der Jugend gerne in die Kneipe gegangen sind, gehen heute die Leute halt gerne in eine Bar“, sagt ein weiterer User.

--------------------------

Mehr Themen:

Großbrand in Essen: Gebäude von Türkischer Gemeinde in Flammen

Schwerer Unfall in Kletterhalle in Essen: Mann stürzt in die Tiefe – Rettungshubschrauber im Einsatz

Parkleuchten-Fans rennen Grugapark Essen die Bude ein – so unfassbar viele Menschen waren letztes Wochenende da

--------------------------

„Vielleicht wird es ein schicker Laden und die Sorgen stellen sich zurück“

Rolf Krane erklärt, dass das Wort Shisha vermieden werden müsse: „Wasserpfeife zu rauchen, ist bei den jungen Leuten heutzutage begehrt. Ich hätte es nur nicht Shisha genannt.“ Tendenziell spricht er sich gegen eine Shisha-Bar nicht aus: „Vielleicht wird es ein schicker Laden und die Sorgen stellen sich zurück.“

Die Betreiber Daniel Gottschalk und Daniel Taschlizkij garantieren, dass er die strengen Auflagen einhalten würden.

Es hätte Alternativen gegeben

Ganz so erfreut ist Rolf Krane über die Shisha-Bar in Rüttenscheid dennoch nicht.

Denn bei der hohen Zahl an Anfragen für Neueröffnungen, die die Interessengemeinschaft regelmäßig erhält, habe es eine große Auswahl an Alternativen gegeben: „Ich hätte mir nur etwas anderes gewünscht. Letztendlich entscheidet aber der Ladeninhaber, was er möchte.“

 
 

EURE FAVORITEN