Essen

Roma-Familie aus Essen sollte abgeschoben werden – das wurde in letzter Minute verhindert

Abgelehnte Asylbewerber werden zum Flughafen gebracht.
Abgelehnte Asylbewerber werden zum Flughafen gebracht.
Foto: Sebastian Willnow/Archiv
  • Die Roma-Familie Maqani aus Altendorf hätte im April abgeschoben werden sollen
  • In letzter Sekunde konnte die Abschiebung verhindert werden
  • Weil sich so viele Menschen für die Familie eingesetzt haben

Essen. Mirie Maqani ist 45 Jahre alt. Sie lebt seit über 26 Jahren in Deutschland. Ihre fünf Kinder sind hier geboren, besuchen eine Schule in Essen-Altendorf. Die Schulleiterin ist der festen Überzeugung, dass die Familie sich integrieren wollte - doch die Stadt Essen sah das anders.

Angeblich soll Mirie Maqani, die der ethnischen Minderheit der Roma angehört, nicht in der Lage sein, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Deshalb sollten sie und ihre Kinder abgeschoben werden - schon im April.

Doch die Abschiebung scheiterte in letzter Minute, wie die „WAZ“ berichtet. Anscheinend seien Mirie Maqani und ihre Kinder bei Bekannten untergetaucht, um so den Behörden zu entgehen.

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Petition stoppt die Abschiebung

Zahlreiche Menschen haben sich in den letzten Wochen hinter die Maqanis gestellt. Wie beispielsweise die Mitschüler der Kinder oder auch die Schulleiterin selbst. Sie hat sich sogar an Ministerpräsident Armin Laschet gewandt.

Da es auch eine Petition gibt, die sich für die Familie einsetzt, wird sich jetzt der Petitionsausschuss des Landes mit der Sache befassen. Das bestätigt die Stadt auf Anfrage der „WAZ“. (bs)

 
 

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