Essen: Radikale Änderungen in der Innenstadt! Darauf musst du bald verzichten

Kettwiger Straße in Essen: Hier sieht es bald möglicherweise wengier farbenfroh aus.
Kettwiger Straße in Essen: Hier sieht es bald möglicherweise wengier farbenfroh aus.
Foto: imago images / Gottfried Czepluch

Frisches Obst und Gemüse, bunte Blumen und eine heiße Zwischenmahlzeit kannst du an den festen Marktständen in der Innenstadt Essen kaufen.

Zumindest jetzt noch. Denn möglicherweise müssen die Stände in Essen ihren angestammten Platz räumen.

Essen: Innenstadt bald vielleicht um einige Angebote leerer

Denn die Stadt Essen hat Ende September bekanntgegeben, die festen Marktstände an der Kettwiger Straße bis zum Ende des Jahres schließen zu wollen, weil sie nicht mehr zeitgemäß seien.

Betroffen sind der Imbiss vor dem Baedekerhaus, der Obststand an der Ecke Kapuzinergasse und die beiden Blumenstände an der Münsterkirche und am Limbecker Platz.

Stadt rudert nach Kritik zurück

Nachdem viele Bürger Kritik an den Plänen geäußert hatten, ruderte die Stadt wieder zurück.

Oberbürgermeister Thomas Kufen versprach zu Beginn der Essener Lichtwoche, dass die Essen Marketing GmbH Anfang Dezember ein neues Konzept vorlegen werde, dass die betroffenen Händler miteinbeziehe.

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Das ist die Kettwiger Straße in Essen:

  • Seit den 1950er Jahren ist die Kettwiger Straße in Essen Fußgängerzone
  • Sie beginnt am Willy-Brand-Platz und führt über 400 fast gerade Meter zum Flachsmarkt
  • Sie ist die zentrale Einkaufsstraße der Stadt
  • Du kannst dort Kleidung, Schuhe, Delikatessen, Bücher, Dekoartikel, Möbel und vieles mehr kaufen

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Derzeit arbeite man an einer Lösung, die die Händler und auch ihre Kunden zufriedenstelle, sagt Ina Will, Pressesprecherin der Essen Marketing GmbH: „Wir suchen nach Alternativen. Wie es am Ende genau aussehen wird, steht noch nicht fest.“

Vom Stand zum Ladenlokal

Denkbar sei zum Beispiel für den Obst- und Gemüsehändler ein Geschäft mit Außenauslage, möglicherweise an einem anderen Standort.

Das würde für den Händler bedeuten, dass sie ihre Ware nicht mehr direkt auf der Kettwiger Straße anbieten könnten.

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Von der Idee ist Obsthändler Said Lali nicht begeistert. „Die Kunden kennen den Platz hier. Wenn wir umziehen müssen, ist es für viele vielleicht zu weit weg“, erzählt Lali. Er fürchtet, dadurch Laufkundschaft zu verlieren.

Lali bangt um Standort in der City

Welche Möglichkeiten das neue Konzept der Essen Marketing GmbH für ihn bringt, steht noch in den Sternen. Das Warten darauf und die Ungewissheit sind allerdings nicht nur für ihn, sondern auch für seine Kunden unangenehm.

„Wir müssen gucken, wie es dann weitergeht. Im Umkreis gibt es kaum Möglichkeiten, frisches Obst und Gemüse zu bekommen. Das ist ein Problem, nicht nur für ältere Menschen“, sagt er.

Entscheidung über den Verbleib steht noch aus

Wann eine genaue Entscheidung um die Marktstände auf der Kettwiger Straße in der Innenstadt getroffen wird, steht noch nicht genau fest. (vh)

 
 

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