Essen

Essener Polizei warnt vor „katastrophaler Entwicklung“

Essens Polizeidirektor Wolfgang Packmohr beurteilt den Umgang im Straßenverkehr als „geradezu katastrophal“. (Symbolbild)
Essens Polizeidirektor Wolfgang Packmohr beurteilt den Umgang im Straßenverkehr als „geradezu katastrophal“. (Symbolbild)
Foto: dpa/Symbolbild

Essen. Der Umgang im Straßenverkehr wird immer aggressiver und rücksichtloser. Essens Polizeidirektor Wolfgang Packmohr beurteilt die Lage als „geradezu katastrophal“, wie die NRZ (Bezahlinhalt) berichtet. Das betreffe seiner Einschätzung nach Auto- und Radfahrer, aber auch Fußgänger.

„Das Verhalten wird von Egoismen und Ellenbogenmentalität geprägt, ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer. Das ist unerträglich“, sagt Packmohr der NRZ.

Polizeihauptkommissar rechnet mit noch höheren Zahlen

Die Zahlen geben dem Polizeidirektor recht. Im Jahr 2014 kam die Behörde lediglich auf 64.000 Verkehrsverstöße, Ordnungswidrigkeiten und Vergehen abseits von Straftaten - wie beispielsweise rücksichtsloses Parken. Im Jahr 2017 hat sich diese Zahl verdoppelt, auf rund 120.000 Vergehen.

Polizeihauptkommissar Andreas Caniels schätzt, dass sich dieser Wert 2018 noch erhöhen wird und mit rund 150.000 solcher Vergehen zu rechnen ist.

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Polizeihauptkommissar erklärt: So rücksichtslos sind viele Menschen im Straßenverkehr

Wie rücksichtslos manche Teilnehmer im Straßenverkehr sind, sieht Caniels jeden Tag:

„Hier geht es nicht nur um Tempo 100 in der Stadt. Hier geht es darum, dass Bauschilder und Absperr-Baken umgestoßen, versetzt oder gestohlen werden, um dann über den Bürgersteig zu fahren und die Fußgänger wegzuhupen. (...) Hauptsache, ich muss keinen Umweg fahren und kann vor der Tür parken.“

Den ganzen Artikel liest du hier auf der Seite der NRZ. (bs)

 
 

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