„Essen packt an“ geht Riesenbärenklau an die Wurzel

Der Riesenbärenklau ist zu einer Plage geworden – nicht nur entlang der Ruhr.
Der Riesenbärenklau ist zu einer Plage geworden – nicht nur entlang der Ruhr.
Foto: WAZ Fotopool
  • Die nach Pfingststurm Ela gegründete Initiative plant neues Projekt
  • 2017 wollen die engagierten Bürger gegen Wildwuchs der Pflanze vorgehen
  • Bärenklau breitet sich nicht im Ruhrtal aus,sondern auch im Norden

Essen.. Als Pfingststurm „Ela“ 2014 über Essen hinweg brauste und Tausende Bäume entwurzelte, da dauerte es nicht lange, bis sich Bürger spontan im Internet im sozialen Netzwerk Facebook organisierten, um beim Aufräumen anzupacken.

Es war die Geburtsstunde von „Essen packt an“. Die Initiative besteht bis heute. Für 2017, wenn Essen den Titel Grüne Hauptstadt Europas trägt, hat sie sich ein neues Ziel gesetzt. Diesmal geht es um den kaukasischen Riesenbärenklau. „Essen packt an“, will der bis zu zwei Meter großen Pflanze, die sich seit Jahrzehnten in unseren Breiten breit macht, im wahrsten Sinne des Wortes an die Wurzeln gehen, kündigt Initiator Markus Pajonk an.

Denn der Riesenbärenklau wird mehr und mehr zu einer Plage. Nicht nur im Ruhrtal, wo der Fluss die Sporen der Pflanze weiterträgt, so dass sich das Gewächs weiter ausbreitet. Auch im Norden schlägt die Pflanze längst Wurzeln, zum Beispiel an der Zeche Carl. Pajonk und seine Mitstreiter haben das auf einer „dynamischen Karte“ verzeichnet, die dokumentieren soll, wo das Zeug überall wächst. Bei Grün und Gruga verzeichnen sie eine starke Verbreitung im gesamten Stadtgebiet, bestätigt Biologe Martin Gülpen. Wer dem Riesenbärenklau zu nahe kommt, riskiert Rötungen auf der Haut. Es können sich sogar Blasen bilden wie bei schlimmen Verbrennungen. Denn der Saft der eingewanderten Pflanze hat es in sich.

Schafe dagegen müssen sich nicht fürchten, sie können die Riesen gefahrlos abfressen. Grün und Gruga hat deshalb einen Schäfer engagiert. Dessen Herde durfte sich erst jüngst in der Heisinger Aue satt fressen.

„Wir werden deshalb Schutzanzüge tragen“, betont Markus Pajonk. Wer mit anpacken will, sei herzlich willkommen.

 
 

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