Essen Original – nun elf Anzeigen wegen sexueller Nötigung

Die Polizei war mit starken Kräften bei „Essen Original“ präsent.
Die Polizei war mit starken Kräften bei „Essen Original“ präsent.
Foto: Essen
  • Zu dem letzten Übergriff kam es am Sonntagabend auf dem Kennedyplatz
  • Keine heiße Spur hat die Polizei von den Tätern, die zwei Frauen vor der Marktkirche bedrängten
  • OB Kufen betont: Essen Original bleibt ein Stadtfest für alle Bürgerinnen und Bürger

Essen.. Kurz nach Ende des Stadtfests „Essen Original“ ist es am späten Sonntagabend auf dem Kennedyplatz zu einem weiteren sexuellen Übergriff gekommen: Die Polizei nahm gegen 23.30 Uhr einen 22 Jahre alten Iraker fest, der eine 19-Jährige unsittlich berührt haben soll.

Haftbefehle sind bislang keine beantragt worden, so die Staatsanwaltschaft

Der Essener Kripo liegen nun elf Anzeigen wegen sexueller Nötigung oder Beleidigung vor. Alle acht Verdächtigen sind auf freiem Fuß, sagte Polizeisprecherin Tanja Horn. Gegen die Männer werde aber weiter ermittelt. Haftbefehle seien bislang keine beantragt worden, bestätigte Oberstaatsanwältin Anette Milk.

Keine heiße Spur hat die Polizei von den vier bis sechs Tätern, die am Freitagabend zwei junge Frauen vor der Marktkirche eingekreist und sexuell belästigt haben sollen.

Die Fraktionen von SPD und CDU forderten am Montag „deutliche Konsequenzen“ für die Straftäter: „Bei Gewalt muss schneller als bisher und mit aller Härte des Rechtsstaates gehandelt werden“, sagte CDU-Ratsherr Fabian Schrumpf: „Bei ausländischen Tätern sind umgehend sämtliche Möglichkeiten bis hin zur Abschiebung in Betracht zu ziehen.“

"Gastfreundschaft vertan"

„Wer die Gastfreundschaft unserer Stadt derart ausnutzt, hat diese vertan“, machte SPD-Fraktionschef Rainer Marschan deutlich: „Wer Frauen als Freiwild betrachtet, muss die volle Konsequenz unseres Rechtsstaates spüren.“

Unter Beifall der Zuhörer hatte Oberbürgermeister Thomas Kufen seine Position bereits bei der Abschlussgala auf dem Kennedyplatz formuliert. „Essen Original“ bleibe ein Stadtfest für alle Bürger: „Wir müssen unsere Veranstaltungen nicht jenen anpassen, die solche Gelegenheiten missbräuchlich nutzen wollen. Wem das nicht passt, der soll unsere Stadt verlassen.“

 
 

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