Essen Original 2016 – ein Stadtfest für alle

Die letzten Vorbereitungen vor dem Start:  Jacob Hightower und Eike Schmidt (v.l.) verschrauben den Boden der Hauptbühne auf dem Kennedyplatz.
Die letzten Vorbereitungen vor dem Start: Jacob Hightower und Eike Schmidt (v.l.) verschrauben den Boden der Hauptbühne auf dem Kennedyplatz.
Foto: Essen
  • Zum 21. Mal gibt es das „Umsonst & Draußen“-Festival Essen Original in der Innenstadt
  • Organisatoren wollen keinen Mainstream anbieten, aber Stadtfest für alle Altersgruppen veranstalten
  • Fast 100 Sicherheitsleute sind im Einsatz. Es gilt ein uneingeschränktes Glasverbot

Essen. Die Aufbauarbeiten sind abgeschlossen, die Bühnen stehen, der Countdown läuft: Wenn am Freitag um 11 Uhr die Essener Philharmoniker auf dem Kennedyplatz eine öffentliche Probe abhalten, ist das das traditionelle Startzeichen für Essen Original. Zum 21. Mal wird sich die ganze Innenstadt in eine große Open-Air-Bühne verwandeln. Auf insgesamt sechs Bühnen - Kennedyplatz, Willy-Brandt-Platz, Hirschlandplatz, Viehofer Platz, Kopstadtplatz und Flachsmarkt - wird es wieder einen breiten Musikmix geben. Diesmal nicht nur Rock, Pop, Punk, HipHop, Klassik, Chormusik und Heavy Metal sondern verstärkt auch Jazz und Weltmusik.

„Unser Credo ist, dass wir keinen Mainstream anbieten, aber trotzdem ein Stadtfest für alle Altersgruppen und Musikgeschmäcker veranstalten wollen“, so Dieter Groppe. Der Geschäftsführer von Essen Marketing ist seit Anfang an dabei und hat das „Umsonst & Draußen“-Festival im Laufe der zwei Jahrzehnte kontinuierlich aufgebaut. „Mach’ mal ein großes Fest, darf aber nichts kosten“, lautete 1996 der Auftrag vom Rat der Stadt. Damals feierte Essen 100 Jahre Großstadt. „Tja, das habe ich gemacht und mit der Zeit sind wir immer größer geworden.“ Anfänglich nur eine Bühne, waren es in der Glanzzeit bis zu zehn Bühnen, die in der Innenstadt verteilt waren. „Jetzt sind wir wieder bei sechs Bühnen angelangt.“

Fast 100 Sicherheitsleute sind im Einsatz

Das liegt auch daran, dass die Auflagen verschärft wurden – was finanziell allerdings zu Lasten des Programms geht. Fast 100 Sicherheitsleute sind an den drei Tagen im Einsatz und überwachen die insgesamt 27 Zugänge zur Innenstadt. Es gilt ein uneingeschränktes Glasflaschenverbot, außerdem sollten Besucher auf große Taschen oder Rucksäcke verzichten. „Wir sind von der Polizei dazu angehalten worden, die Inhalte von Rucksäcken zu kontrollieren. Das werden wir auch tun.“

Mit bis zu 200 000 Besuchern rechene die Veranstalter bei vorausgesagten 24 Grad und Sonnenschein. Besonders der Kennedyplatz wird sich füllen, wenn Soulsänger Seven am Samstag (22 Uhr) auftritt oder die Essener Philharmoniker am Sonntag (20 Uhr) das Festival mit einem Konzert beenden.

Keine Elektrobühne auf dem Weberplatz

Wie gehabt, kommen die meisten Musiker aus Essen und Umgebung. Besonders junge Newcomer finden auf dem Flachsmarkt wieder eine Bühne, um sich auszuprobieren. Auch die Jazzmusiker, die auf dem Hirschland- und dem Kopstadtplatz auftreten, haben ihr „Handwerk“ fast unisono auf der Folkwang Hochschule erlernt: Sie laden ihr Publikum am Freitag und Samstag (jeweils 16 Uhr) zu Workshops in Freier Improvisation, Jazz und Weltmusik ein.

Nicht ganz auf ihre Kosten kommen dieses Jahr die Schlagerfans: Für sie gibt es mehr Travestie als Schlager auf dem Willy-Brandt-Platz. Was fehlt, ist auch die Elektrobühne auf dem Weberplatz. „Aus sicherheitstechnischen Gründen haben wir dort auf eine Veranstaltung verzichtet. Der Platz ist für Rettungswagen einfach sehr schlecht erreichbar.“

 
 

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