Essen

Essen: Frau teilt Kleidung an Bedürftige aus – als sie DAS mitbekommt, platzt ihr der Kragen

Am Freitag war der Verein FairSorger wieder mit Essen und Kleidung in der Innenstadt unterwegs, um beides an wohnungslose und bedürftige Menschen zu verteilen. Ein Gast reagierte dabei jedoch so dreist, dass es einem Vereinsmitglied zu bunt wurde. (Archivbild)
Am Freitag war der Verein FairSorger wieder mit Essen und Kleidung in der Innenstadt unterwegs, um beides an wohnungslose und bedürftige Menschen zu verteilen. Ein Gast reagierte dabei jedoch so dreist, dass es einem Vereinsmitglied zu bunt wurde. (Archivbild)
Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen. Judith vom Verein Fairsorger Essen ist sauer! Drei Mal pro Woche verteilt der Verein warme Speisen, Getränke, Kleidung und Hygieneartikel an bedürftige und wohnungslose Menschen - so auch am vergangenen Freitag. Dabei erlebten sie jedoch Unglaubliches.

Gerade in der kalten Jahreszeit freuen sich viele auf die warme Mahlzeit und eine dickere Jacke. Denn die kalten Temperaturen machen das Leben auf der Straße zu einer echten Gefahr. Umso dreister war die Reaktion einer Frau bei der Ausgabe warmer Kleidung in Essen.

Essen: Aktion einer Frau macht wütend

Regelmäßig beleuchtet der Verein auf Facebook seine Arbeit und die zieht ein Fazit zu den vergangenen Touren durch die Innenstadt in Essen. Doch als am 30. November der Bericht zur Verteil-Aktion vom Vortag online gestellt wird, lässt sich darin auch eine gehörige Portion Wut lesen.

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Dabei startete die Tour eigentlich erfolgreich: Eine große Portion warmes Essen, Brötchen, Brot, Obst und ein großer Berg Kleidung lagen zur Verteilung bereit.

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Frau mit dreister Forderung

Noch während des Aufbaus der Verteil-Station an der Gertrudkirche in Essen schwante der Verfasserin des Tour-Berichts jedoch Böses. Denn noch bevor der Wagen ausgeladen war, stellte sich eine alte Bekannte an den Tisch, an dem später die warme Kleidung ausgegeben werden sollte. Dort sollte es wenig später zu einem Konflikt kommen.

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Die Frau, die ganz vorne in der Schlange wartete, hatte erst vor zwei Wochen Winterjacke, Hose, Schal, Mütze und Handschuhe ausgehändigt bekommen - und wollte nun gern eine zweite Garnitur. Das sorgte für Ärger.

Mitarbeiterin schildert Geschehnisse in Facebook-Beitrag

Schließlich, so schreibt Vereinsmitglied Judith auf Facebook, betreue man fast 500 Menschen, die alle irgendwie für den Winter eingekleidet werden müssen. Am Freitag drängten sich einige von ihnen frierend auf dem Platz hinter der Gertrudkirche.

Sie sollten zuerst etwas Warmes bekommen, bevor andere sich ein zweites Mal aus dem Fundus bedienten.

Bei der Frau stieß diese Regelung auf wenig Verständnis. „Die anderen kriegen immer! Gut, dann bleibe ich jetzt hier stehen und gucke, was die anderen kriegen. Das wollen wir doch mal sehen. Alle kriegen, nur ich nicht!“, soll sie dem Fairsorger-Mitglied darauf entgegnet haben. Ihr platzte aufgrund dieser dreisten Antwort der Kragen.

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Das sind die Fairsorger in Essen:

  • Im Mai 2016 wurde der Verein Fairsorger in Essen gegründet
  • Drei Mal die Woche (Montag, Mittwoch, Freitag) werden ab 19 Uhr warme Speisen, Kleidung und Hygieneartikel an Bedürftige verteilt
  • Standort ist der Hintereingang der Gertrudkirche
  • Das Team besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern
  • Alle Infos unter www.fairsorger-essen.de

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Das verarbeitete sie auch in dem langen Bericht über die Verteiler-Tour auf Facebook. Dort nahm sie kein Blatt vor den Mund.

„Werde mich nicht rechtfertigen“

„Ich werde mich jetzt hier vor dir nicht rechtfertigen, wem ich etwas gebe, und wem nicht!“, entgegnete sie mit aller Deutlichkeit. Die Frau sei daraufhin beleidigt und schimpfend abgezogen.

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Auch wenn der Vorfall für Ärger sorgte und auch einige andere Dinge auf der Tour nicht rund liefen, lassen sich die Helfer nicht entmutigen. Denn sie wissen: Gerade im Winter sind die Nächte ohne ein eigenes Dach über dem Kopf eisig und gefährlich.

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Deswegen wenden sie sich mit einer Bitte an alle Essener: „Bitte helft alle, dass in Essen niemand erfrieren muss! Achtet auf die Menschen und ruft im Notfall für Kältehilfe die 22 22 22 (24-Stunden-Hotline des DRK), wenn die Person nicht mehr ansprechbar ist, den Rettungswagen!“

Auch am Montag war der Verein wieder in Essen unterwegs, um Bedürftigen zu helfen. Viele Menschen, die zu den Fairsorgern kamen, drückten ihre Erleichterung aus, dass in diesem Winter noch kein Mensch erfroren sei. Fälschlicherweise wurde am Wochenende berichtet, dass ein Obdachloser starb. Dies stellte sich zum Glück als Falschmeldung heraus. Mehr dazu hier >>> (dav)

 
 

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