Essen

Essener Traditionsbetrieb vor dem Aus! Jetzt meldet sich Oberbürgermeister Kufen zu Wort

In Essen soll demnächst der Widia-Standort schließen. Der Betriebsrat kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. (Symbolbild)
In Essen soll demnächst der Widia-Standort schließen. Der Betriebsrat kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Rupert Oberhäuser

Essen. 1929 gründete Thyssen Krupp in Essen das Unternehmen Widia, das bis heute noch bestehen bleibt und knapp 400 Mitarbeiter zählt. Doch jetzt soll der erfolgreiche Hartmetallhersteller kurz vor dem Aus stehen – und das obwohl die Zahlen stimmten.

2020 sollen die Widia-Filialen in Essen, Lichtenau und Neunkirchen geschlossen werden.

Essen: Mutterkonzern will Essener Traditionsunternehmen schließen

Die Schließungspläne verkündete das amerikanische Mutterunternehmen Kennametal, dem Widia seit 2003 gehört. Die Schließung der drei Standorte soll, laut der Pressemitteilung des Konzerns, „einfachere Strukturen“ begünstigen und „dem Konzern ein profitables Langzeit-Wachstum“ sichern.

„Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind kompliziert, aber notwendig, um die Struktur des Unternehmens, die Effizienz des Betriebes und den Aktionärswert zu verbessern“, sagte der Präsident von Kennametal Christopher Rossi.

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Betriebsrat in Essen von der Entscheidung überrascht

Diese Entscheidung möchte Widia in Essen nicht einfach so hinnehmen, berichtet die Waz.

„Wir sind von der Entscheidung völlig überrascht worden. Die Belegschaft ist heute Mittag informiert worden“, äußerte der langjährige Widia-Betriebsratschef Wolfgang Freye am Donnerstag gegenüber der Waz.

Sollen die Standorte in China die deutschen Filialen ablösen?

Der Betriebsrat vermutet, die deutschen Filialen will Kennametal in die „Billigregion“ Tianjing nach China verlagern. Dort müsste der Konzern wesentlich niedrigere Löhne als in Deutschland zahlen.

Einen anderen Grund kann sich der Betriebsrat nicht vorstellen. Denn der Standort Essen „läuft gut“, sagt der aktuelle Widia-Betriebsvorsitzende Peter Wunderlich der Zeitung.

Betriebsrat will gegen die Schließung kämpfen

Nun will der Betriebsrat gegen die geplante Schließung kämpfen. „Es kann nicht angehen, dass die 92-jährige Geschichte der Hartmetall-Produktion in Essen durch eine Entscheidung von Managern beendet wird, die wahrscheinlich kaum wissen, wo Essen liegt“, heißt es seitens des Betriebsrats.

Essen: Oberbürgermeister will sich persönlich einsetzen

Jetzt meldet sich der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen zu Wort. Die Pläne, Teile der Essener Filiale von Kennametal zu schließen, gab es bereits in 2017.

Damals konnte dies jedoch mit der Hilfe der Essener Wirtschaftsförderung verhindert werden. Diesmal will Kufen sich persönlich für den Erhalt des Essener Betriebes einsetzen: „Auch heute werde ich mich persönlich sowie gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung einbringen, um die drohende Schließung abzuwenden und Arbeitsplätze in Essen zu erhalten“.

Den kompletten Artikel der WAZ liest du hier. (ses)

 
 

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