Essen

Mutter aus Essen platzt der Kragen: „Dann ist sie eine Arschloch-Erzieherin...“

Eine Mutter aus Essen schimpft über die Einstellung einer Kita-Erzieherin. (Symbolbild)
Eine Mutter aus Essen schimpft über die Einstellung einer Kita-Erzieherin. (Symbolbild)
Foto: dpa

Essen. „Ich habe eigentlich jedes Jahr ein Arschlochkind!“ Wegen dieser Aussage einer Erzieherin aus Essen kocht Elke M. förmlich vor Wut.

Für die Mutter aus Essen-Kettwig wird die Erzieherin ihrer pädagogischen Verantwortung damit nicht gerecht. „Sowas sage ich sonst nicht. Aber dann ist sie eine Arschloch-Erzieherin“, schimpft sie gegenüber DER WESTEN und entschuldigt sich gleich für den Tonfall: „Sowas sage ich sonst nicht, aber warum lässt man solche Leute auf Kinder los?“

Erzieherin aus Essen weckt bei Mutter böse Erinnerungen

Ungeachtet des offenbar fehlenden Rückhalts durch die Kita-Leitung habe die Erzieherin nach Ansicht von Elke M. ihren Beruf komplett verfehlt.

Deren Wortwahl erinnere sie an die Kindergartenzeit ihres jüngsten Sohnes. Damals habe sie eines Tages unbemerkt in der Tür gestanden und eine Erzieherin sagen hören: „Ich kann Kinder nicht mehr sehen!“

„Das hört man sich als Eltern gerne an“, sagt die Essenerin ironisch. Auch für das Verhalten mancher Kinder hat die Mutter eine Erklärung.

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Mutter klagt über Kitas: „Es wird nichts Vernünftiges angeboten“

„Die Kinder sind teilweise so, weil man in den Kindergärten - außer ständiges Puzzeln oder in der Bauecke hocken...nichts anbietet“, findet Elke M.. Die Betreuung koste viel Geld, aber „es wird nichts vernünftiges geboten“, beschwert sich die Essenerin.

„Ich habe eigentlich jedes Jahr ein Arschlochkind!“ Hier geht es zum Interview der Erzieherin aus Essen >>>

Dabei betont sie, dass dies nicht auf alle Kitas zutreffe. Doch im Kindergarten ihres jüngsten Sohnes seien die Kinder nicht einmal gegrüßt worden. „Die Erzieherinnen hockten bei uns in der letzten Ecke des Raumes und guckten schon gelangweilt!“, erinnert sie sich.

Als Reaktion habe sie ihren Sohn lieber aus dem Kindergarten genommen und die Betreuung bis zur Schule eigenständig übernommen.

Inkompetenz der Erzieherin vs. fehlende Verantwortung der Lehrer

Andere Eltern pflichten der Mutter bei. So fordert Angela R. gegenüber DER WESTEN, auf die „Inkompetenz der Erzieherin“ hinzuweisen. „Um ein Kind, das kratzt und beißt, schlicht als Arschloch zu verurteilen, wäre nicht mal ein Vorpraktikum in dem Arbeitsfeld nötig“, findet sie.

Andere wiederum sehen vor allem auch die Eltern in der Verantwortung. Der Ehemann einer Erzieherin aus Ratingen, der nicht namentlich genannt werden möchte, zweifelt an der Kompetenz vieler Eltern: „Eltern sind der Meinung, Ihre Kinder müssen funktionieren“, sagt er.

Immer wieder habe er erlebt, dass Eltern ihre Kinder möglichst früh in die Betreuung „abgeschoben“ werden und die Erziehung den Pädagogen komplett übertragen werde. „Da fragt man sich schon, wofür man Kinder in die Welt setzt, um die dann möglichst schnell abzuschieben?“

 
 

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