Essen

Essen: Kind (†2) qualvoll verdurstet – Jugendamt wollte Eltern ausgerechnet diese Sache beibringen

In Essen hat die Polizei am Wochenende ein totes Kind in einer Wohnung gefunden. Es ist verdurstet.
In Essen hat die Polizei am Wochenende ein totes Kind in einer Wohnung gefunden. Es ist verdurstet.
Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Essen. Nachdem am Samstagmorgen ein zweijähriger Junge leblos in einer Wohnung in Essen-Altenessen gefunden worden war, werden nun weitere Details bekannt.

Wie die Stadt Essen mitteilt, war die Familie dem Jugendamt bekannt: Bereits seit Ende des letzten Jahres unterstützte das Jugendamt die Familie. Ab 1. August sollten sozialpädagogische Fachkräfte mehrere Stunden täglich eingesetzt werden sollen, um den Eltern einen „kindgerechten Umgang“ beizubringen.

Die Stadt stellt klar: Eine Kindeswohlgefährdung oder Vernachlässigung, die eine sofortige Inobhutnahme der Kinder gerechtfertigt hätte, lag nicht vor und konnte auch bei Hausbesuchen nicht festgestellt werden.

Essen: Junge (†2) stirbt qualvollen Hitzetod

Gegen 11.20 Uhr hatte die Polizei Kenntnis davon erhalten, dass sich ein lebloses Kleinkind (2) in dem Wohnhaus am Ellernplatz befinden soll.

In der Wohnung in Essen fanden Rettungskräfte einen zweijährigen Jungen - doch jede Hilfe kam zu spät. Schnell stellte die Polizei fest: Das Kind war eines nicht natürlichen Todes gestorben.

Wie die „Bild“ erfahren haben will, soll der Vater das Kleinkind 17 bis 18 Stunden in einem überhitzten Raum in dem Wohnhaus in Essen gelassen haben – ohne etwas zu trinken, bei etwa 30 Grad. Der Junge hatte alleine keine Möglichkeit, aus dem Zimmer herauszukommen, schreibt das Blatt weiter.

Essen: Kleinkind stirbt Hitze-Tod

Die Mordkommission begann direkt mit den Ermittlungen. Eine Obduktion des Kindes am Samstagnachmittag deutete vieles daraufhin, dass das Kind aufgrund eines Kreislaufversagens in Folge eines Hitzeschocks verstorben ist.

„Zudem zeigte das Kind deutliche Anzeichen einer stark mangelnden Flüssigkeitszufuhr“, so Polizei-Sprecher Christopher Wickhorst. „Möglich ist, dass das Kind über längere Zeit nicht mit Flüssigkeit versorgt worden ist.“

Der genaue Todeszeitpunkt stehe allerdings noch nicht fest. Auch sei die Dachgeschosswohnung nicht übermäßig warm gewesen, so Wickhorst.

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Mutter und Vater vorläufig festgenommen

Der Vater des Kindes, ein 31-jähriger Essener sowie die 21-jährige Mutter des Kindes wurden festgenommen. Die Mutter ist am Sonntag wieder auf freiem Fuß. Der Vater ist am Morgen jedoch dem Haftrichter vorgeführt worden. Er folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl wegen Mordes.

Die beiden Geschwister (1/4) des verstorbenen Kindes wurden vorsorglich dem Jugendamt übergeben. Wichtig sei nun erstmal, die anderen Kinder aus der Wohnung rauszunehmen und sie zu schützen. Während der laufenden Ermittlungen kommt eine Rückführung nicht in Frage, erklärt die Stadt Esen. (mb/cs)

 
 

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