Essen

Essener kauft vor Ikea-Lieferung Parkverbot-Schilder – was dann passiert, bringt ihn auf die Palme

Mit diesen Schildern hatte der Essener die Parkbuchten für die Ikea-Lieferung abgesperrt.
Mit diesen Schildern hatte der Essener die Parkbuchten für die Ikea-Lieferung abgesperrt.
Foto: DER WESTEN

Essen. Lukas (21) aus Essen wollte sich eine Ikea-Küche liefern lassen. Da er an der Holsterhauser Straße spontan keinen Parkplatz für einen großen Lkw bekommen wird, organisierte er sich die offiziellen Halteverbotschilder der Stadt Essen.

Damit sperrte er vier Parkplätze für den Möbeltransporter ab. Als am Tag der Anlieferung immer wieder Autofahrer ihre Wagen dort abstellten, rief der 21-Jährige aus Essen das Ordnungsamt an – aus Sorge, dass die Spedition die Ikea-Möbel nicht anliefern kann.

Essener erhebt schwere Vorwürfe gegen das Ordnungsamt

„Es kostet allein 30 Euro, sich diese Schilder auszuleihen von der Stadt. Und wenn die dann ignoriert werden von anderen, dann dachte ich mir, dass das Ordnungsamt helfen könne“, erzählte Lukas (21) aus Essen.

Da hat er aber wohl falsch gedacht. Denn die Mitarbeiterin am Telefon habe ihm lediglich mitgeteilt, dass sie derzeit nicht genügend Personal habe, um jemanden vorbeizuschicken.

Ordnungsamt hat keine Kapazitäten

Und auch ein weiterer Anruf habe nichts gebracht. Die Dame am Telefon habe zwar viel Verständnis gehabt, aber sie habe gesagt, dass nur zwei Autos derzeit zur Verfügung ständen.

„Eines davon war angeblich in Borbeck, das andere in Kray. Und alle anderen Mitarbeiter seien zu Fuß unterwegs gewesen. Ja ok, aber dann muss man doch eines der mobilen Teams abziehen und vorbeischicken?“, fragt sich Lukas.

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Möbelpacker mussten auf vielbefahrener Straße stehen

Lukas war sauer. Auch die Möbelschlepper vom schwedischen Möbelhaus seien nicht begeistert gewesen. Sie mussten nun in der zweiten Reihe auf der viel befahrenen Holsterhauser Straße stehen und dort die Ikea-Küche abladen.

Genau das habe der 21-Jährige verhindern wollen mit den Halteverbotschildern. Dass es immer mal „Idioten“ gebe, die sich nicht daran halten, sei das Eine.

Stellungnahme des Ordnungsamtes steht noch aus

„Aber es kann doch nicht sein, dass die Stadt gar nicht reagiert. Die Polizei kümmert sich darum nicht, das sei Sache des Ordnungsamtes, sagte man mir“. Das Ordnungsamt hätte nicht mal die Kennzeichen aufgenommen, um nachträglich Knöllchen zu schreiben.

Einen Abschleppdienst auf eigene Faust zu bestellen, sei zu teuer und möglicherweise bleibt man auf den Kosten sitzen. Das wollte Lukas dann nicht riskieren.

Lukas hat also 30 Euro dafür bezahlt, dass seine Küche dann doch über die halbe Straße geschleppt werden muss und er den Zorn vieler Autofahrer zu spüren bekommen hat.

Das Ordnungsamt hat auf die Anfrage von DER WESTEN bislang nicht reagiert.

 
 

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