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Essen: Nach Absturz-Drama mit zwei Toten – Parkhaus-Besitzer weist jede Schuld von sich!

Rettungsgasse: So bildest du sie richtig

Rettungsgasse: So bildest du sie richtig

Wenn sich der Verkehr außerorts staut, muss in Deutschland eine Rettungsgasse gebildet werden. Das musst du dabei beachten.

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Essen. Wie konnte es zur schrecklichen Parkhaus-Tragödie von Essen mit zwei Toten überhaupt kommen?

Der Unfall am Ostersonntag in Essen ist beispiellos. Ein etwa 20 Jahre alter VW Golf ist von einem Parkhaus aus rund 18 Metern Höhe in Essen-Borbeck gestürzt. Auf dem obersten Parkdeck soll der Fahrer laut Polizei Essen wohl die Kontrolle bei Drift-Übungen verloren haben. Die beiden Insassen, zwei Teenager im Alter von 19 und 16 Jahren, sind trotz Reanimation durch den Horror-Crash ums Leben gekommen.

Essen: Nach Absturz-Drama mit zwei Toten – jetzt spricht der Parkhaus-Besitzer!

Einige Details sind inzwischen bekannt. So hatten beide Insassen laut Polizei keine gültige Fahrerlaubnis, hätten also gar nicht erst ans Steuer gedurft. Zudem ist der alte VW Golf nicht angemeldet gewesen, hatte keine Kennzeichen. Doch wem gehört das Parkhaus? Wie ist es bislang genutzt und wie ist es gesichert worden?

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Erste Hilfe leisten – das kannst du tun!

  • Bei einem Unfall die Unglücksstelle absichern und den Notruf unter 112 oder 110 wählen
  • lebenswichtige Funktionen des Verletzten kontrollieren
  • Im Fall der Fälle: Wiederbelebung starten, Blutungen stillen, stabile Seitenlage
  • Person mit einer Rettungsdecke wärmen. Dabei auch auf Wärme von unten achten
  • Psychische Betreuung: Mit der betroffenen Person sprechen, ihr über den Kopf streichen. Auch Bewusstlose spüren diese Fürsorge.

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Immer wieder sollen Anwohner darauf aufmerksam gemacht haben, dass im maroden Gebäude Jugendliche Partys gefeiert und Junkies harte Drogen genommen haben – auch auf dem abgesperrten Parkdeck, wo der Absturz an Ostern seinen Anfang genommen hatte. Das Rolltor soll laut Anwohnern sogar offen gestanden haben, jeder konnte dort rein und raus, Autos abstellen und sich dort aufhalten.

Essen: Parkhaus-Besitzer verweist auf Betreiber – „War über Probleme informiert“

DER WESTEN hat den Philippusstift und das Katholische Klinikum Essen (KKE) mit den Vorwürfen konfrontiert. Das KKE ist Besitzer des Unfall-Parkhauses. Eine Sprecherin: „Das Parkhaus ist bis zum 31. Dezember 2021 von einer Fremdfirma betrieben worden. Über die Probleme im Zusammenhang mit der Sauberkeit und dem Betreten des Parkhauses durch unbefugte Personen war der Betreiber informiert. Gegenmaßnahmen wurden seitens des Betreibers aber nicht initiiert.“

Der Vertrag mit dieser Betreiberfirma sei daher zum Jahreswechsel 2022 gekündigt worden. Die KKE-Sprecherin weiter: „Seit diesem Zeitpunkt arbeiten wir an der Verbesserung der Situation. Erste Instandsetzungsarbeiten wie die Erneuerung der Beleuchtung wurden umgehend durchgeführt. Nach einer kompletten Grundreinigung des Gebäudes im Januar wurde auch ein Reinigungszyklus etabliert.“

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Essen: Rolltore und Schrankenanlage des Parkhauses sollen erneuert werden

Doch was ist mit den geöffneten Rolltoren und der defekten Schrankenanlage? Auch da seien Verbesserungen zu erwarten, so die Sprecherin: „Die Ausschreibungen für neue Rolltore und eine Schrankenanlage haben bereits im Februar stattgefunden und die Prozesse zur Auftragsvergabe stehen vor dem Abschluss. Langfristig möchten wir in Abstimmung mit der Stadt und der Borbecker Ortspolitik ein neues Nutzungskonzept realisieren. Ziel ist eine öffentliche Nutzung der zur Verfügung stehenden Parkflächen. Derzeit wird geprüft, welche Maßnahmen dazu notwendig sind.“

Man habe einen Sicherheitsdienst beauftragt, um das Parkhaus in dieser Übergangsphase „im Rahmen des Möglichen“ gegen eine unbefugte Nutzung zu sichern. Dieser Sicherheitsdienst würde während der Abend- und Nachtstunden das Gebäude begehen und kontrollieren. Nach dem Unfall habe man den Sicherheitsdienst auf 24 Stunden und einer Zugangskontrolle ausgeweitet.

Essen: Parkhaus dürfte nur von Klinik-Mitarbeitern genutzt werden

Die Sprecherin stellt klar, dass die Jugendlichen nicht hätten im Parkhaus sein dürfen: „Das Parkhaus ist nur für einen festen Kreis registrierter Dauermieter nutzbar, in erster Linie sind dies Mitarbeitende des Katholischen Klinikums Essen. Der Zutritt für Unbefugte ist durch die Beschilderung in den Zugangsbereichen eindeutig untersagt.“ Man werde jetzt die Ermittlungen der Polizei vollumfänglich unterstützen.

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Es bleibt zu hoffen, dass die angestoßenen Maßnahmen bald Früchte tragen, damit sich solch schreckliche Ereignisse niemals wiederholen können...