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Essen: Spediteur redet Klartext! „Wenn der Spritpreis steigt, wird es ganz dunkel für uns“

Inflation: Was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Inflation: Was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

Die Inflation steigt auf Rekordwerte. Doch was ist Inflation und was kann ich gegen den Preisanstieg tun?

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Essen. Preis-Irrsinn in Essen und in ganz Deutschland!

Die Inflation und die hohe Steuerlast für Sprit und Diesel sorgen für extrem hohe Benzinpreise in Deutschland. Der Ukraine-Krieg kommt noch als belastender Faktor dazu, die Stimmen nach einem Ölembargo gegen Russland werden lauter. Neben den Privathaushalten sind beispielsweise in Essen vor allem Spediteure und Lkw-Fahrer die Leidtragenden.

Sie sorgen dafür, dass Waren und Lebensmittel geliefert werden. Im Klartext: Ohne sie läuft NICHTS! Doch der hohe Spritpreis macht die Situation für sie immer prekärer...

Essen: Hohe Spritpreise machen Lkw-Speditionen das Geschäft schwer

DER WESTEN hat mit Kerstan Topp gesprochen. Er ist Speditionskaufmann und geschäftsführender Gesellschafter der Topp Transporte GmbH aus Essen-Nordviertel, beschäftigt 15 Mitarbeiter, hat zwölf schwere Lkw in seinem Fuhrpark, ist für seine Kunden in ganz Deutschland, aber auch in der Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich unterwegs.

Topp nimmt kein Blatt vor den Mund, sagt: „Wir haben zwei Hauptkostenfaktoren. Einmal die Mautgebühren und die Spritpreise. Und die können wir nur begrenzt auf unsere Kunden umlegen, die ja selbst Umsatzeinbußen haben. Wir können ja auch nicht alles dem Kunden weitergeben.“

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Essen: Lkw-Spediteur schlägt Alarm! „Wenn Preise weiter steigen, wird es für uns ganz dunkel“

Im Speditionsgeschäft seien die Gewinnmargen ohnehin vergleichsweise niedrig. Steigen Um- und Nebenkosten rapide an, zehrt das noch weiter am Budget, macht das Geschäft auf lange Sicht sogar nicht mehr lohnenswert. Topp zu DER WESTEN: „Man muss es leider so klar sagen: Wenn die Spritpreise steigen oder selbst länger stagnieren, dann wird es für uns ganz dunkel. Und das ist bei vielen Kollegen auch der Fall. Die ganze Branche hat massiv zu kämpfen.“

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Das Energiegeld, das für Privathaushalte ausgezahlt werden soll, sei zwar grundsätzlich begrüßenswert. Doch Topp schränkt auch ein: „An uns Unternehmer und Spediteure, die das Land quasi am Laufen halten, denkt man aber erst spät oder gar nicht.“ Seine Kunden seien jetzt schon gezwungen, genau abzuwägen, wie und wieviel über welche Strecken transportiert werden soll. „Diese Situation wird mit Sicherheit weiterhin so scharf bleiben“, so der erfahrene Spediteur weiter.

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Es bleibt zu hoffen, dass der Preis-Wahnsinn ein jähes Ende findet. Auch, damit unsere Brummis wieder richtig Fahrt für uns aufnehmen können...