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Essen: Randalierer belästigt CSD-Teilnehmer – als er Polizisten trifft, erhebt er schwere Vorwürfe

Essen vs. Bochum - Der ultimative Städtevergleich

Essen und Bochum bilden das Herz des Reviers. Doch welche der beiden Ruhpott-Metropolen ist eigentlich die Coolere? Wir haben die Highlights der Städte für dich zusammengetragen. Jetzt musst du entscheiden.

Essen. 

Unfassbarer Vorfall in der Innenstadt von Essen!

Ein Mann (24) erhebt am Rande des Christopher Street Day in Essen am Samstag (6. August) schwere Vorwürfe gegen Polizisten. Mehrere Beamte hätten sich ihm gegenüber gewaltbereit und homophob gezeigt. Eine glatte Lüge, wenn es laut der Polizei Essen geht. Zudem habe der Mann völlig außer Acht gelassen, was er selbst auf dem Kerbholz hat…

Essen: Randalierer belästigt CSD-Teilnehmer

Gegen 18 Uhr haben zwei Security-Mitarbeiter den Mann zu zwei Polizisten am Kennedyplatz gebracht. Er soll vorher auf dem Veranstaltungsgelände bewusst andere Menschen angerempelt und sich aggressiv verhalten haben. Einem Platzverweis ist er nicht nachgekommen. Auch gegenüber den beiden Polizisten habe er sich uneinsichtig und aggressiv gezeigt, wollte einem erneuten Platzverweis für den Kennedyplatz durch die Polizei nicht nachkommen.

Der Mann aus Mülheim ist im weiteren Verlauf der Diskussion wild gestikulierend auf einen der Beamten zugegangen, der ihn daraufhin zurückgestoßen hat, um einen möglichen Angriff zu verhindern. Als der 24-Jährige dann aber wieder auf den Beamten zugelaufen ist und erneut mit seinen Armen herumgewirbelt hat, wurde er zu Boden gebracht. Das hat ihn dazu bewogen, die Polizisten schwer zu beleidigen.

Essen: Polizeibekannter Mann erhebt schwere Vorwürfe gegen Beamte

Mittlerweile sind weitere Einsatzkräfte eingetroffen. Der Randalierer hat in der Folge versucht, die Polizisten zu treten und anzuspucken, weshalb ihm eine „Spuckhaube“ aufgesetzt worden ist. Eine der Polizistinnen hat den Verdächtigen wiedererkannt: Er hatte auf dem Christopher Street Day mehrere Teilnehmer belästigt, indem er sie gegen ihren Willen umarmte, drückte und anfasste. Seine Opfer haben sich dann an die Polizistin gewandt, doch alle Beschwichtigungsversuche seien fehlgeschlagen.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Der Mann sollte in Gewahrsam genommen werden – dagegen hatte er sich mit Beleidigungen, Drohungen und Tritten gewehrt. In der Gewahrsamszelle hatte er dann noch versucht, einem Beamten einen Kopfstoß zu verpassen. Der konnte zwar ausweichen, doch die Spuckhaube des Mannes ist verrutscht und das Blut einer Platzwunde am Kopf, die er sich bei seinen Abwehrversuchen zuvor zugezogen hatte, spritzte ins Gesicht des Polizisten. Daraufhin ist er erneut zu Boden gebracht worden. Ohne, dass jemand auf ihn einwirkte, begann er plötzlich, schwer zu atmen und seine Atemfrequenz zu erhöhen.

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Polizei Bochum ermittelt jetzt Vorfall aus Essen

Rettungskräfte haben den polizeibekannten Randalierer in eine Klinik gebracht, ihm wurden Blutproben abgenommen, weil der Verdacht bestand, dass er unter Drogen- und Alkoholeinfluss stehe. Gegen 22.30 Uhr hat er dann die Polizei angerufen und sich darüber beschwerte, dass er von mehreren Beamten grundlos zusammengeschlagen worden sei.

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Die Polizei Essen hat in einer Stellungnahme die Vorwürfe des Mannes zurück gewiesen und distanziert sich von jeder Form der Diskriminierung. Aus Neutralitätsgründen ermittelt jetzt die Polizei Bochum den Vorfall. Die Essener Beamten haben Bodycam-Aufnahmen ihren Bochumer Kollegen übergeben. (mg)