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Essen: Nach Tumulten im Hörsterfeld – Polizei rückt erneut aus

Essen: Ein Polizist bei der Durchsuchung.
Essen: Ein Polizist bei der Durchsuchung.
Foto: Justin Brosch

Essen. Die Gruppenprügeleien Ende April und Anfang Mai im Hörsterfeld in Essen beschäftigen noch immer die Ermittler.

Die Polizei rückte am Mittwochnachmittag zu Wohnungsdurchsuchungen im Stadtgebiet von Essen an.

Essen: Polizei durchsucht mehrere Wohnungen

„Es wurden insgesamt drei Wohnungen durchsucht und weiteres Beweismaterial sichergestellt“, so Sandra Steinbrock, Sprecherin der BAO Clan der Polizei Essen. Die Kräfte, unterstützt von einer Einsatzhundertschaft, waren unter anderem in der Frillendorfer Straße im Einsatz.

Festnahmen habe es nicht gegeben, sagte Steinbrock auf DER WESTEN-Nachfrage.

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Die Massenschlägereien im Hörsterfeld gingen auf einen seit Jahren schwelenden Streit zwischen zwei libanesisch/palästinensischen Familien und einer syrischen Familie zurück.

Hintergrund sei laut eines Berichts des Innenministeriums eine früheren Beziehung zwischen dem ältere der syrischen Beschuldigten (32) und einer palästinensischen Beschuldigte (27). Ende April und Anfang Mai entlud sich die Gewalt, es flogen Fäuste auf offener Straße, auch Stangen und Latten kamen zum Einsatz.

Brüder werden festgenommen

Die Polizei musste zweimal mit einem Großaufgebot anrücken.

Später nahm das SEK zwei Brüder (32 und 27 Jahre) aus Syrien fest. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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Mann soll auf Prügelende mit Auto zugefahren sein

Bereits Ende Mai hatten die Ermittler fünf Wohnungen durchsucht. Hier waren zwei Beschuldigte festgenommen worden. Ein 40-jähriger Libanese und ein 64-jähriger Staatenloser kamen in U-Haft. Sie sollen mit Holzlatten auf eine andere Person eingeschlagen haben.

Der 64-Jährige soll außerdem am 1. Mai mit seinem Auto auf zwei Personen, die sich am Straßenrand prügelten, zugefahren sein und sie touchiert haben, sodass sie zu Boden fielen.

Da viele Nachbarn die Auseinandersetzungen gefilmt hatten, kann die Polizei auf umfangreiches Videomaterial zurückgreifen. „Die Ermittlungen laufen nach wie vor“, erklärt Steinbrock. (ms)

 
 

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