Essen

Essen: Armin Laschet taucht plötzlich in der Stadt auf – und hat eine wichtige Botschaft

Armin Laschet und Herbert Reul bei einer Pressekonferenz in Essen.
Armin Laschet und Herbert Reul bei einer Pressekonferenz in Essen.
Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd

Essen. Bei einer Pressekonferenz in Essen hatte Armin Laschet gute Neuigkeiten für NRW.

Der Kanzlerkandidat und Ministerpräsident von NRW zog Bilanz. Zusammen mit Innenminister Herbert Reul hatte er eine frohe Botschaft in Essen zu verkünden.

Essen: Pressekonferenz mit Laschet und Reul

Bei der Pressekonferenz zogen Laschet und Reul eine erste Bilanz im Kampf gegen die Clankriminalität. Das Ziel von 2017, härter gegen Clan- und Bandenkriminalität vorzugehen, wurde anscheinend mit Erfolg erreicht.

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Ein paar Fakten über die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Nach vier Jahren Regierungszeit konnte Laschet mit gutem Gewissen verkünden: „Nordrhein-Westfalen ist heute so sicher wie seit Jahrzehnten nicht mehr“. Seit 2019 gab es so wenige Straftaten wie seit 30 Jahren nicht. Und auch Reul war positiv gestimmt: „Das Verbrechen in Nordrhein-Westfalen befindet sich auf dem Rückzug“.

Essen: Kampf gegen Clankriminalität zahlt sich aus

In punkto Zahlen bedeutete das genau: Zwischen Juli 2018 und August diesen Jahres hatte die Polizei in über 1.800 Fällen und in mehr als 4.500 Objekten Razzien durchgeführt. Dabei wurden circa 2.400 Anzeigen erstatten und in mehr als 12.000 Fällen Verwarngelder ausgesprochen. Ebenso stieg die Anzahl der Haftbefehle um 50 Prozent.

Auch bei der Vermögensabschöpfung ergaben sich eine Höchstsumme von vier Millionen Euro – fast vier Mal so viel wie noch vor vier Jahren. Innenminister Reul sagte dazu: „Wir gehen den kriminellen Clans an ihre Existenz.“

Essen: Doch der Kampf ist noch lange nicht vorbei

„Von Anfang an war dabei klar: Wir werden den kriminellen Clans in Nordrhein-Westfalen keine ruhige Minute mehr lassen. Diese Kriminalität besiegt man nur mit einem langen Atem.“ Das dritte Lagebild zum Thema Clankriminalität beunruhigte Reul jedoch. Ein geringer Teil der Tatverdächtigen beginge beinahe ein Viertel aller Straftaten. Lediglich 4,5 Prozent seien für 22,8 Prozent der Straftaten verantwortlich. Doch Reul blieb weiterhin positiv gestimmt: „2020 war wegweisend – vielleicht sogar so etwas wie ein Wendepunkt.“

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Beim Austausch mit den Polizeibeamten der Bereitschaftshundertschaft und den Mitarbeitern der Sicherheitskonferenz Ruhr gab es Lob von Laschet. „Eine moderne Ausstattung, vernetze Sicherheitsstrukturen, mehr Personal und klare rechtliche Befugnisse: Das Erfolgsgeheimnis der SiKo Ruhr ist auch das Erfolgsgeheimnis unserer Innenpolitik insgesamt.“ Die SiKo erstellte seit ihrer Einrichtung in 2020 Netzwerkanalysen, um die zuständigen Behörden bei ihrem Kampf gegen die Clankriminalität zu unterstützen. (mbo)