Essen

Mann aus Essen zieht um – während er mit dem Transporter unterwegs ist, passiert DAS in seiner alten Wohnung

Diesen Zettel fand Dennis Jakobi, ein Mieter aus Essen, an seiner Wohnungstür hängen.
Diesen Zettel fand Dennis Jakobi, ein Mieter aus Essen, an seiner Wohnungstür hängen.
Foto: Dennis Jakobi

Essen. Ärger zwischen Mieter und Vermieter gibt es leider immer wieder. Doch dieser Fall aus Essen klingt unglaublich.

Dennis Jakobi aus Essen will mit seiner Freundin nach Wuppertal ziehen. Dafür kündigt er seine Wohnung in Essen-Süd fristgerecht zum 30. April. Von der Wohnungsgesellschaft erhält er auch eine Kündigungsbestätigung. Soweit läuft alles nach Plan.

Essen: Mann will umziehen, kann aber seine Sachen nicht aus der Wohnung holen

Doch Dennis Jakobi will schon früher aus der Wohnung raus. Und so zieht er mit dem Großteil der Sachen nach Wuppertal um.

Zwei bis drei Wochen ist seine Wohnung unbewohnt. Darin befinden sich noch hauptsächlich Möbel: eine Wohnwand, eine Kommode, diverses Werkzeug, ein Fernseher und einige Taschen mit Kleidung und Kabeln.

Für den vergangenen Freitag hatte Jakobi einen Transporter gemietet, um die restlichen Sachen aus der alten Wohnung zu holen. Doch als er vor der Wohnungstür steht, kann er seinen Augen kaum trauen. Ein handgeschriebener Zettel an der Tür verkündet: Das Türschloss wurde ausgetauscht.

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Zettel informiert den Mieter: Wohnungsschloss wurde ausgetauscht

„Achtung! Das Betreten der Wohnung ist Ihnen nicht mehr gestattet! Sollten Sie sich dennoch widerrechtlich in der Wohnung aufhalten, werden wir dies strafrechtlich verfolgen“, eine Menge Ausrufezeichen zieren das Blatt Papier. Eine Telefonnummer des Hausmeisters ist ebenfalls angegeben.

Mit seiner Geschichte wendet sich Jakobi nun an die Öffentlichkeit. Gegenüber DER WESTEN verrät er, dass er über den Austausch des Schlosses von der Wohnungsgesellschaft nicht informiert wurde.

Hausmeister habe das Schloss auf Anordnung des Vermieters ausgetauscht

Der Zeitpunkt hätte für Jakobi nicht ungünstiger kommen können. Es ist Freitag und als er versucht, die Wohnungsgesellschaft zu erreichen, ist das Büro nicht mehr besetzt. Immerhin geht der Hausmeister ans Telefon.

Dieser erzählt Jakobi, er wurde von der Wohnungsgesellschaft beauftragt, das Schloss auszuwechseln. Die Gründe dafür will er dem Mieter nicht verraten. Das Wochenende muss er sich noch gedulden, bis Jakobi der Sache auf den Grund gehen kann.

Vermieter äußert sich: Die Wohnung habe gestunken

Am Montag erreicht Jakobi dann das Büro der Wohnungsgesellschaft. Auf seine Nachfrage hin liefert der Vermieter folgende Erklärung: Die Nachbarn hätten sich wiederholt bei der Wohnunsggesellschaft beschwert, da es aus der Wohnung stinken würde.

Da Gefahr im Verzug bestand, habe die Wohnungsgesellschaft die Wohnung öffnen lassen.

Für Dennis Jakobi klingt diese Erklärung wie eine unverschämte Ausrede: „Jede Art von Müll oder verderbliche Sachen haben meine Freundin und ich entsorgt. Es kann dort nichts mehr sein, was zu irgendeiner Art Gestank führen könnte“.

Und dann habe Jakobi noch einen dreisten Spruch gedrückt bekommen: „Sie wollten ja eh aus der Wohnung früher raus“.

Mieter zieht vor Gericht wegen Hausfriedensbruch

Für Dennis Jakobi ist der Fall klar – Hausfriedensbruch. Er geht damit zur Polizei und später zum Anwalt. Die Sache soll jetzt vor Gericht geklärt werden.

Auf die Nachfrage der Redaktion antwortete die Wohnungsgesellschaft lediglich: „In der Tat stellt sich die Angelegenheit anders dar“.

Weitere Details wollte die Wohnungsgesellschaft jedoch nicht mitteilen: „Da die Angelegenheit aktuell gerichtlich geklärt wird, können wir diesbezüglich keine Informationen öffentlich machen“.

Immerhin, erzählt Jakobi, habe sich die Wohnungsgesellschaft soweit kulant gezeigt, dass sie bereit sind, ihm die neuen Schlüssel per Post zusenden zu lassen. So kann er demnächst zumindest seine Sachen aus der alten Wohnung abholen.

 
 

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