Essen

Essen: Mann wirft Steine auf Synagoge – Gemeinde geschockt, als DAS ans Licht kommt

Essen: Die Jüdische Kultusgemeinde steht nach einem antisemitischen Vorfall unter Schock. (Symbolbild)
Essen: Die Jüdische Kultusgemeinde steht nach einem antisemitischen Vorfall unter Schock. (Symbolbild)
Foto: Kerstin Kokoska WAZ/FotoPool

Essen. Eine besorgniserregende Tat erschüttert die jüdische Gemeinde in Essen.

Am Freitagnachmittag alarmierten Mitarbeiter der Synagoge an der Sedanstraße in Essen die Polizei. Ein Unbekannter hatte einen Stein gegen die Fenster des Gebetshauses geworfen.

Essen: Steinwurf auf Synagoge – so sieht der Täter aus

Dabei wurden zwei Scheiben beschädigt. Von Verletzten berichtet die Polizei nichts. Allerdings konnten sie nach ihren Ermittlungen eine grobe Täterbeschreibung anfertigen.

Der unbekannte Täter habe den Stein von der Ruhrallee aus auf die Jüdische Kultusgemeinde geworfen und sei anschließend über die Kurfürstenstraße geflohen. Der Mann soll zwischen 30 und 50 Jahre alt und zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß sein. Er hat einen schwarzen Vollbart, langes schwarzes Haar und trug eine dunkle Hose, eine blaue Jacke sowie einen weißen Mund-Nasen-Schutz.

+++ Essen: Mann will offenbar Aral-Tankstelle in die Luft jagen – mit IHM hatte er nicht gerechnet +++

Zeugen können sachdienliche Hinweise beim Staatsschutz unter der 0201/829-0 melden.

Rabbi berichtet: Nicht der erste Vorfall

Die „Jerusalem Post“ hat mit dem Rabbi der Synagoge, Rabbi Shumel Aaronhov gesprochen. Der geworfene Stein soll in seinem Büro gelandet sein. „Wir haben ein großes Desaster abgewendet, weil unsere Fenster kugelsicher sind“, wird Aaronhov zitiert.

+++ Uniklinik Essen: Oberarzt festgenommen! Er soll zwei schwerstkranke Patienten getötet haben +

Der Staatsschutz und die Spurensicherung haben die Ermittlungen übernommen. Es werden derzeit unter anderem Videoaufzeichnungen von Sicherheitskameras ausgewertet. Dabei kam offenbar noch ein weiterer Vorfall ans Licht. Bereits eine Woche zuvor muss Ähnliches vorgefallen sein. Wie Rabbi Aaronhov berichtet, sei ein großer Betonklotz gegen das Fenster der Synagoge geworfen worden. „Allerdings ist es da nicht zersprungen, weswegen wir es bis gestern nicht bemerkt hatten.“

-------------

Weitere Nachrichten aus Essen:

-------------

„Natürlich sind die Mitglieder dieser normalerweise ruhigen Gemeinschaft alle geschockt von diesem antisemitischen Vorfall“, so der Rabbi. Dass der oder die Täter noch frei herumliefen, sei „ziemlich beunruhigend“. (at)

 
 

EURE FAVORITEN