Essen

Autofahrer (24) rast in Bordell – Prostituierte beschreibt Horror-Szenario: „Ihr Schrei war auf der ganzen Straße zu hören“

Der Ford Mondeo krachte mit voller Wucht in den Glaserker des Bordells.
Der Ford Mondeo krachte mit voller Wucht in den Glaserker des Bordells.
Foto: Matthias Biesel / DER WESTEN
  • In Essen ist ein Autofahrer (24) in ein Bordell gerast
  • Er wurde offensichtlich mehrmals an der Tür abgewiesen
  • Prostituierte berichten von einem schrecklichen Szenario

Essen. Es ist auf den ersten Blick eine unauffällige Nebenstraße, die zwischen dem Uni-Campus und dem Möbelhaus Roller liegt.

Hier reiht sich Bordell an Bordell. Hinter Schaufenstern und auf der Straße warten hier normalerweise Prostituierte auf die nächsten Kunden.

Mann fährt in Bordell in Essen: „Ihr Schrei war auf der ganzen Straße zu hören“

Jetzt umspannt Absperrband einen Teil des Geländes. Ein schrottreifer Wagen steht vor einem der Häuser, die Front des Ford Mondeos ist zertrümmert. Stunden zuvor war ein Mann mit diesem Wagen in den gläsernen Vorbau eines Bordells gerast - eine 67 Jahre Frau wurde dabei schwer verletzt.

„Ihr Schrei war auf der ganzen Straße zu hören“, erzählt eine Frau, die hier im selben Etablissement arbeitet. Sie ist sichtlich schockiert.

Polizei geht von versuchter Tötung aus

Der 24 Jahre alte mutmaßliche Täter, den die Polizei kurze Zeit später festnimmt, war offenbar mit Absicht in das Gebäude gerast. Die Ermittler gehen derzeit von einem versuchten Tötungsdelikt aus: „Zeugen haben gesehen, wie der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in das Bordell gefahren ist“, so Polizeisprecher Christoph Wickhorst.

Die 67-jährige schwerverletzte Frau wurde ins Krankenhaus gebracht, wird dort noch immer behandelt. Sie ist offenbar Hauswirtschafterin in einem der Etablissements, fungierte als eine Art Aufpasserin, erzählt die Angestellte.

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67-Jährige versucht noch sich zu retten

Demnach hatte sie den 24-Jährigen zuvor an der Tür abgewiesen. Später fuhr der wahrscheinlich alkoholisierte Mann direkt auf den gläsernen Vorbau des Hauses zu.

Die 67-Jährige versuchte wohl noch, sich rückwärts auf eine Kellertreppe zu retten. Der Wagen oder Autoteile trafen sie mit voller Wucht. Die Polizei bestätigte später, dass die Dame an einem Treppenaufgang schwer verletzt aufgefunden worden war. Zwischenzeitlich schwebte sie in Lebensgefahr.

Die Ermittlung dauern an. Die Polizei äußert sich zum Motiv des Täters noch nicht.

 
 

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