Essen

Essen: Luis (2) qualvoll verdurstet – schrecklich, was nun nach seinem Tod passiert

Nach dem Tod des kleinen Luis (2) verschwinden immer wieder Andenken vor dem Haus am Ellernplatz.
Nach dem Tod des kleinen Luis (2) verschwinden immer wieder Andenken vor dem Haus am Ellernplatz.
Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen. Es ist ein Fall, der für Bestürzung, Wut und Trauer sorgt.

Der kleine Luis (2) wurde am Samstagmorgen tot in einer Wohnung am Ellernplatz in Essen-Altenessen gefunden. Das Kind soll verdurstet sein - zurückgelassen in einer überhitzten Wohnung ohne Flüssigkeit. Gegen den Vater (31) wurde Haftbefehl wegen Mordverdachts erlassen.

Essen: Andenken an kleinen Luis verschwunden

Als wäre das nicht schon traurig genug, gibt es jetzt auch noch Ärger um das Andenken an den kleinen Luis. Eine Essenerin, die einst selbst am Ellernplatz wohnte, zeigte sich gegenüber DER WESTEN entsetzt.

Sie und ihre Familie hatten vor dem Haus, in deren Dachgeschosswohnung der kleine Luis tot aufgefunden wurde, wiederholt Blumen, Kerzen und Engel im Gedenken an ihn abgelegt: „Jedes mal, wenn wir am Haus vorbei fahren, sind dort Engel, Blumen und Kerzen weg. Wie kann man nur so sein und diese Andenken ständig entfernen“, fragt Marie S.* (Name geändert) schockiert.

„Das macht mich wütend und traurig zu gleich.“

„Traurig, wie wenig Anteilnahme genommen wird“

Wer dafür verantwortlich ist, weiß sie nicht. Sie habe zwar einen Verdacht, Details will sie jedoch nicht nennen. Stattdessen passen die entsetzten Nachbarn erst mal gemeinsam auf, dass von den Andenken an Luis nichts mehr wegkommt.

„Es ist traurig, dass wie wenig Anteilnahme an diesem Fall genommen wird“, sagt sie.

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Der traurige Fund des kleinen Luis passt in das Bild des in Verruf geratenen Stadtteils.

„Zustände sind erbärmlich“

Auch Marie S. kann nichts Gutes berichten: „Die Zustände sind abscheulich.“ Das Haus am Ellernplatz sei für seinen schlechten Ruf, Müllhaufen und Ratten bekannt.

Sie habe flüchtig auch die Eltern des kleinen Luis gekannt: „So etwas habe ich dem Mann nicht zugetraut. Aber man kann einem Menschen eben nur vor den Kopf schauen.“

Jugendamt wollte ab 1. August täglich kommen

Die Familie des Zweijährigen war dem Jugendamt bekannt und wurde bereits seit Ende letzten Jahres unterstützt. Ab dem 1. August sollten sozialpädagogische Fachkräfte die Familie täglich mehrere Stunden besuchen und ihnen ein „kindgerechten Umgang“ beibringen, heißt es von der Stadt.

Zu Gerüchten, dass die Kinder vom in U-Haft sitzenden Vater mitunter eingesperrt wurden, stellt die Stadt klar: Eine Kindeswohlgefährdung oder Vernachlässigung, die eine sofortige Inobhutnahme der Kinder gerechtfertigt hätte, lag nicht vor und konnte auch bei Hausbesuchen nicht festgestellt werden. (hier mehr zum tragischen Tod des Kleinkinds)

* Name der Redaktion bekannt

 
 

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