Essen: Lichter-Aktion am Rathaus – dahinter steckt ein trauriger Grund

Essen: Am Dienstabend (09.03.) sind 494 Fenster am Essener Rathaus erleuchtet. Das hat einen traurigen Grund.
Essen: Am Dienstabend (09.03.) sind 494 Fenster am Essener Rathaus erleuchtet. Das hat einen traurigen Grund.
Foto: IMAGO / Gottfried Czepluch

Schutzverordnungen, Schnelltests, Impfungen und vieles mehr – das Corona-Virus hält die Stadt Essen momentan ziemlich auf trapp und sorgt für jede Menge Wirbel im Rathaus Essen.

Mit einer Lichter-Aktion am Rathaus, will die Stadt Essen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch an einen traurigen Moment erinnern.

Essen: 494 leuchtende Fenster – „Jedes steht für einen Todesfall“

Auf Facebook postet die Stadt am Dienstagabend ein Foto von der Lichter-Aktion.

Insgesamt 494 Fenster am Essener Rathaus werden an diesem Abend erleuchtet sein.

Ein harmonischer Anblick, den die Stadt Essen ihren Bewohnern in dieser Nacht widmet – der Hintergrund der Aktion ist jedoch ziemlich traurig.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Wie die Stadt Essen in ihrem Beitrag verkündet, habe es genau heute vor einem Jahr den ersten Corona-Todesfall der Stadt gegeben.

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In Gedenken an alle Essener die am Corona-Virus verstorben sind, soll jedes der 494 leuchtenden Fenster für einen Todesfall stehen.

Essen: Lichter-Aktion löst Facebook-Diskussion aus

In weniger als einer Stunde kommentieren, liken und teilen etliche Facebook-User den traurigen Beitrag der Stadt Essen.

Davon zeigen sich die meisten Essener zutiefst berührt.

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„Für mich steht das auch für all die guten Geister, die ihr Möglichstes tun, uns vor dieser neuen Krankheit so gut wie es geht zu beschützen“, schreibt eine anteilnehmende Facebook-Userin.

Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr um diese Zeit das große Corona-Schreckgespenst ein Ende gefunden hat. (mkx)