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Essen: Mohammed (3) sollte zu Weihnachten endlich nach Deutschland zurückkehren – doch die Ämter reagieren nicht

Bedriye El-Mehir und ihre Tochter skypen mit dem kleinen Mohammed, der bei seiner Tante im Libanon lebt. (Archivfoto)
Bedriye El-Mehir und ihre Tochter skypen mit dem kleinen Mohammed, der bei seiner Tante im Libanon lebt. (Archivfoto)
Foto: Funke Foto Services

Essen. Seit zwei Jahren lebt der kleine Mohammed Issa El-Mehri aus Essen nun schon bei seiner Tante im Libanon.

Im Dezember 2016 war seine Mutter Bedriye mit dem damals Einjährigen zu einer Trauerfeier in den Libanon gereist. Bei der Rückreise nach Deutschland wurden die beiden von einem Bundesbeamten aufgehalten – mit der Folge, dass Bedriye ausreisen durfte, ihr Sohn Mohammed aufgrund eines anderen Aufenthaltsstatus‘ allerdings nicht.

Auf Anraten des Beamten am Flughafen und um sich um ihre beiden älteren Töchter in Essen zu kümmern, flog Bedriye zurück nach Deutschland und ließ ihren kleinen Sohn zurück. Seitdem kümmerte sich Mohammeds Tante um den Jungen. In Duisburg sollte sich Bedriye dann an die Ausländerbehörde wenden, die sich darum kümmern sollte, dass sie ihren Sohn zurückholen kann – doch bis heute waren alle Versuche vergeblich.

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„Obwohl er liebende Eltern hat": Mohammed Issa droht das Kinderheim im Libanon

Bei seiner Tante ist Mohammed eigentlich gut versorgt. Doch sie erkrankte an Krebs, hat jetzt mit den schweren Folgen zu kämpfen und kann sich wohl nicht mehr lange um ihren Neffen kümmern.

Dem Dreijhährigen droht das Kinderheim im Libanon. „Und das obwohl er liebende Eltern hat", so Bedriye El-Mehir in einer Petition, in der sie sich gemeinsam mit ihrem Ehemann Louay an Außenminister Heiko Maas, den deutschen Botschafter im Libanon, Dr. Georg Birgelen und den zuständigen Sachbearbeiter Herrn Schmidt richtet. Die Petition hat bereits mehr als 107.000 Unterschriften.

Zwar versprach die deutsche Botschaft in Beirut, ein Visum für das Kind auszustellen. An Weihnachten sollte er wieder in Deutschland sein. Diese Ankündigung kam bereits vor zwei Monaten – was bis heute passiert ist: Nichts.

+++ Essener Familie lebt seit zwei Jahren 3000 Kilometer getrennt von ihrem Sohn (3) – jetzt sendet die Mutter einen verzweifelten Hilferuf! +++

Deutsche Botschaft reagiert nicht auf Nachrichten der Familie

Wie die Familie aus Essen weiter schreibt, reagiere die Botschaft nicht auf Anrufe der Familie und das Auswärtige Amt hülle sich in Schweigen.

Dabei soll der kleine Mohammed Issa nach zwei Jahren endlich zu seinen Eltern nach Deutschland zurück. Bedriye El-Mehir schreibt weiter: „Mein Sohn ist jetzt auch noch krank geworden und braucht seine Eltern. Es bricht uns das Herz.“

Wie du der Familie helfen kannst, erfährst du hier. (cs)

 
 

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