Essen

Essen: Krankheit bedroht Tiere – deshalb geht die Stadt jetzt rigorosen Schritt

In Essen-Haarzopf ist bei Bienen die Faulbrut ausgebrochen. (Symbolbild)
In Essen-Haarzopf ist bei Bienen die Faulbrut ausgebrochen. (Symbolbild)
Foto: dpa

Essen. Die Bienen sind unglaublich wichtige Nutztiere. Schon Einstein wusste, dass wenn die Biene einmal aussterben sollte, der Mensch nicht mehr lange zu leben hat. Ganz so drastisch ist der Fall in Essen zum Glück noch nicht.

Aber die Bienen in Essen-Haarzopf sind krank. Sie leiden an der sogenannten Amerikanischen Faulbrut. Das ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befalle, teilt die Stadt mit. Dabei stirbt die Brut größtenteils ab und ist dann hinterher zu schwach, um zu überwintern.

Tierseuche in Essen: Bienen in Haarzopf an Faulbrut erkrankt

Doch keine Sorge: Die Krankheit ist für den Menschen ungefährlich. Auch kannst du weiterhin den Honig der Bienen verzehren.

Die Stadt hat jetzt aber wichtige Verhaltensregeln - eine Allgemeinverfügung zum Schutz der Bienen - für Imker aufgestellt. Um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen wird ein Sperrbezirk festgelegt. Dieser beginnt an der Kreuzung von der A52 mit der Hatzper Straße in Richtung Nordwest bis zur Stadtgrenze Mülheim und in Richtung Südwest bis zur Stadtgrenze Mülheim.

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Wenn du in diesem Bezirk deine Bienen hältst, musst du jetzt Folgendes tun:

  • Du musst deine Bienen unverzüglich auf Amerikanische Faulbrut beim Amtstierarzt untersuchen lassen. „Die Besitzer von Bienenvölkern und Bienenständen sind verpflichtet, zur Durchführung von Untersuchungen entsprechende Unterstützung zu leisten“, erklärt die Stadt.
  • Wenn du bewegliche Bienenstände hast, darfst du sie dort jetzt nicht mehr entfernen.
  • Andere Bienen darfst du momentan nicht in den Sperrbezirk holen.
  • Du solltest jetzt an den Bienenständen nichts ändern. Lebende oder tote Bienen Wachs, Futtervorräte, Wabenabfälle oder Honig darfst du nicht herausholen.
  • Wachs und Waben dürfen nur entfernt werden, wenn du sie an einen Wachs verarbeitenden Betrieb weitergibst, der den Wachs „entseuchen“ kann.
  • Den Honig darfst du herausholen, wenn er nicht zur Verfütterung an Bienen gedacht ist.
  • Wenn du den Verdacht hast, dass dein Bienenvolk unter der Faulbrut leidet, dann musst du es dem Veterinäramt unter 0201 88-59600 melden.

Das ist nicht der erste Befall mit der Krankheit. Auch in den vergangenen Jahren kämpften die Bienen auf Essener Stadtgebiet mit der Amerikanischen Faulbrut. (js)

 
 

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