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Essen: Prozess gegen Clan-Größe Jamal Rammo plötzlich geplatzt! DAS steckt dahinter

Jamal Rammo am 28. April 2018, als die Shisha-Bar der Familie „Chocolate“ von Polizisten durchsucht worden ist.
Jamal Rammo am 28. April 2018, als die Shisha-Bar der Familie „Chocolate“ von Polizisten durchsucht worden ist.
Foto: Kerstin Kokoska/ FUNKE Foto Services

Essen. Was für ein Paukenschlag im Landgericht Essen!

Geplant war für Dienstag eigentlich der Prozess gegen Clan-Größe Jamal Rammo (46). Rammo steht in Essen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Raubes vor Gericht.

Doch die Verhandlung ist ausgesetzt. Vorerst. Und das aus gutem Grund: Rammo hat sich mit Corona infiziert.

Essen: Prozess gegen Clan-Größe Jamal Rammo ausgesetzt

Wann die Verhandlung fortgesetzt wird, sei noch nicht absehbar, so ein Gerichtssprecher zu DER WESTEN. Schon in der vergangenen Woche ist der Prozess unterbrochen worden, weil Corona-Verdacht bei Rammo bestanden hatte. Der hat sich jetzt bestätigt.

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Clans in NRW: Viele Familienmitglieder haben nur einen Duldungsstatus

  • Sie kamen über Ost-Berlin in den Westen, beantragten Asyl und wurden auf verschiedene Bundesländern verteilt - vor allem nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Hier gab es einen Abschiebestopp, sie erhielten als Staatenlose direkt eine Duldung und blieben im Land. Bei nicht wenigen blieb der Duldungsstatus bestehen, über Generationen.
  • Menschen mit Duldungstatus haben es auf dem Arbeitsmarkt schwer: Eine selbständige Tätigkeit ist ihnen untersagt, eine Beschäftigung als Arbeitnehmer ist nur auf Antrag und nach Zustimmung durch die Ausländerbehörde möglich. Manche Experten sehen hierin eine mögliche Ursache dafür, dass sich aus der Perspektivlosigkeit heraus kriminelle Netzwerke innerhalb der Familien gebildet haben.

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Jamal Rammo soll laut Staatsanwaltschaft gemeinsam mit Firat R. (43) am 1. Juli 2019 eines der späteren Opfer zuhause aufgesucht haben. Dort ist es dann zum Streit gekommen, der zu einer Schlägerei ausgeartet ist. Rammo soll das Opfer mit einem Teleskopschlagstock geschlagen haben, einem anderen Mann habe er das Smartphone aus der Hand gerissen und ihn mit der Faust zu Boden geschlagen.

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Rammo soll auch Polizisten beschimpft haben

Mit in der Anklage ist zudem ein weiterer Vorfall: Rammo soll einen Polizisten mit „Bastardsohn“ und „Schmarotzer“ schwer beleidigt haben, weil dieser eine zu laute Silvesterparty in Rammos Shisha-Bar „Chocolate“ nachts um drei Uhr beenden wollte. (mg)

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72 Straftaten mit gerade einmal 19 Jahren gehen auf das Konto eines deutsch-libanesischen Jugendlichen aus dem Milieu der kriminellen Clans. Um solche Fälle von Intensivtätern zu verhindern, ist Akin Sat unterwegs. Der Sozialarbeiter kümmert sich im Programm „Kurve kriegen“ in Gelsenkirchen um straffällig gewordene Kinder und Jugendliche. Er hat einiges über Clans zu berichten. was genau, erfährst du hier!

 
 

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