Essen ist Politiker Martin Sonneborn „zu hässlich“

Politiker und Satiriker: Martin Sonneborn in der Zeche Carl.
Politiker und Satiriker: Martin Sonneborn in der Zeche Carl.
Foto: Sebastian Konopka
Der Satiriker und EU-Politiker Martin Sonneborn war zu Gast in der Zeche Carl. Dort berichtete er nicht nur aus Brüssel, sondern unterstützte auch seinen Essener Parteikollegen, den OB-Kandidaten Jürgen Lukat (Die PARTEI), im Wahlkampf. In die Stadt zieht es Sonneborn aber beruflich nicht.

Essen.. Er wurde in Göttingen geboren und ging in Osnabrück zur Schule. Klingt erstmal nicht so spannend. Heute arbeitet Martin Sonneborn als Journalist für das Satire-Magazin Titanic und für das Fernsehen und hat ein Mandat im EU-Parlament. Für eine ebenfalls satirisch ausgerichtete Partei, die „Die PARTEI“ heißt – und die er mitgegründet hat. „Die Partei“ sitzt in Essen nicht nur im Stadtrat, sie hat auch einen OB-Kandidaten: Jürgen Lukat. Der Mitarbeiter der Stadt darf sich im Wahlkampf über prominente Unterstützung freuen, wie Parteichef Sonneborn am Rande seines Auftritts in der Zeche Carl in einem nicht ganz ernst gemeinten Interview verriet.

Herr Sonneborn, Sie gehören inzwischen zu den prominentesten EU-Parlamentariern. Werden Sie 2015 nach Essen zurückkehren und Jürgen Lukat im Wahlkampf unterstützen?

Martin Sonneborn: Auf jeden Fall. Ich halte ihn für den aussichtsreichsten Kandidaten.

Wären Sie neidisch, wenn er die Wahl gewinnt? Das wäre ja schon ein beeindruckender Erfolg für „Die Partei“?

Demokratie Sonneborn: Ich wäre nicht neidisch. Ich weiß ja, was dann auf ihn zukommt. Er muss sich in Themen wie Lobbyismus, Filz, Korruption und Postengeschacher einarbeiten. Das erfordert viel Zeit und Aufwand. Aber so ist das in der Politik. Das Gute: Irgendwann kann er dann diese Posten an Freunde und Bekannte vergeben.

Könnten Sie sich vorstellen, nach dem Ende Ihrer Zeit im EU-Parlament für einen möglichen OB Jürgen Lukat hier in Essen zu arbeiten?

Sonneborn: Nein. Mir ist es hier zu hässlich.

 
 

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