Essen

Essen: Illegales Oldtimer-Geschäft auf der Rüttenscheider Straße: Durch diesen dummen Fehler fällt der Betrug auf

Einen Mercedes 190 SL wie diesen wollte Esad A. in Essen verkaufen. (Archivbild)
Einen Mercedes 190 SL wie diesen wollte Esad A. in Essen verkaufen. (Archivbild)
Foto: Volker Speckenwirth / Funke Foto Services

Essen. Er wollte edle Luxusautos verkaufen. Nur mit der Bezahlung konnte ein Mann (53) aus Mettmann nicht zufrieden sein.

Doch von Beginn an. Vor dem Landgericht Essen wird seit Dienstag ein besonders skurriler Betrugsfall verhandelt. Per Telefonat hatte sich ein 53-jähriger Mann aus Mettmann mit dem 42-jährigen Esad A. verabredet. Sie wollten ein Autogeschäft abwickeln.

------------------------------------

• Mehr Themen aus Mülheim:

Starkregen angesagt! Wann es im Ruhrgebiet gewittern soll

Schlammschlacht um Naketano! Gründer vor Gericht – ist das der Grund für das Aus des Essener Modelabels?

• Top-News des Tages:

Dortmund: Männergruppe verfolgt Frau (19) in der Nacht - dann wird es sehr gefährlich

Amokfahrt von Münster: Video zeigt Festnahme - das steckt wirklich dahinter

-------------------------------------

A. wollte drei Fahrzeuge im Wert von 240.000 Euro kaufen - zwei Bentleys und einen Mercedes 190 SL. Im Gegenzug wollte der Mettmanner ihm einen Bentley im Wert von 30.000 Euro abkaufen.

Geschäft in Essen: Preise sollten nicht verrechnet werden

Auffällig an dem Deal - Die Preise sollten nicht verrechnet werden. Die Summen sollten einzeln übergeben werden, so wollte es A.

Die Männer trafen sich im März 2014 im Café Extrablatt auf der Rüttenscheider Straße in Essen. Zur Vorsicht hatte der Autosammler aus Mettmann eine Person zur Unterstützung mitgenommen, die er vor dem Café platzierte.

Im Extrablatt unterhielten sich die Männer. Sein „Geschäftspartner hätte einen „sehr sehr gepflegten Eindruck“ gemacht, so der Mettmanner. So tauschten sie das Geld wie geplant aus. Daraufhin wollte A. noch einmal kurz nach draußen. Er habe noch kurz etwas zu erledigen habe er gesagt. In der Zwischenzeit könne ja das Geld gezählt werden.

Doch kaum draußen, rannte der Mann davon. Auch der eigens zur Sicherheit abgestellte Kollege des Mannes aus Mettmann konnte ihm nicht schnell genug folgen.

Nur zwei Scheine waren echt

Besonders skurril: Von den 240.000 Euro in bar waren nur der Erste und letzte 500er echt. Die anderen Scheine waren Blüten. Sie waren leicht zu erkennen, denn die Scheine waren schief bedruckt.

Esad A. wird außerdem weiterer Taten verdächtigt. Im Juni 2016 hatte er versucht, ein gestohlenes Auto zu verkaufen. Im Januar 2016 stahl er drei Autos von Supermarkt-Parkplätzen.

Dem 42-jährige Esad A. wird das Inverkehrbringen von Falschgeld in Tateinheit mit Betrug und gewerbsmäßigem Diebstahl in drei Fällen vorgeworfen. Nach einem Rechtsgespräch gab es ein Geständnis und das Urteil: Drei jahre Haft. (göt)

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.

Beschreibung anzeigen