Essen

Tierärztin aus Essen räumt mit alter Marotte auf und rüttelt viele Hundebesitzer wach

Da überlegt dieser Schafpudel wohl zwei Mal: Der Röhrenknochen sieht zwar unglaublich lecker aus, kann aber ganz schön gefährlich sein.
Da überlegt dieser Schafpudel wohl zwei Mal: Der Röhrenknochen sieht zwar unglaublich lecker aus, kann aber ganz schön gefährlich sein.
Foto: David Herten

Essen. Mit emotionalen Worten hat eine Tierärztin aus Essen viele Hundebesitzer wachgerüttelt.

Auf ihrer Facebook-Seite informierte Dr. Ricarda Häuser über die Gefahren von Knochenfütterung. Diese bringe zwar Vorteile wie Zahnreinigung oder Calciumzufuhr mit sich, könne für den Vierbeiner aber mit schlimmen Verletzungen enden.

Essen: Tierärztin rät zu Verzicht auf Knochenfütterung

Die Tierärztin aus Essen veröffentlichte Fotos eines Hundes, in dessen Unterkiefer sich ein großer Knochen verfangen hatte. „Ein Klassiker! Der Markknochen, der verabreicht wird und vom Hund ausgeleckt wird“, schreibt Häuser.

Die Tierärztin aus Essen weiter: „Wie sie ihn sich letzten Endes hinter die großen Fangzähne des Unterkiefers stülpen, ist mir ein Rätsel. Aber zu lösen ist das in der Regel nur mit Narkose und dem Dremel.“

Die Gefahren liegen für Häuser auf der Hand: „Die Hunde werden sehr panisch in dieser Situation. In schlimmeren Fällen klemmen sie sich dabei sogar die Zunge ein und verletzen sie.“

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„Das ist nicht das einzige Problem“

Es kann sogar noch schlimmer kommen. Die Veterinärin aus Essen erklärt: „Das ist nicht das einzige Problem, mit dem Tierärzte bei missglückter Knochenfütterung konfrontiert werden. Knochenkot, wie der Name schon sagt, ist Kot, der so hart wie Knochen ist und eine Verstopfung verursacht. Häufig schreien die Hunde beim Versuch den Kot abzusetzen, dabei kann es auch zu Darmbluten kommen.“

Außerdem können Hunde die Splitter einzelner Knochen verschlucken. Diese können im Magen-Darm-Trakt steckenbleiben oder selbigem schlimme Risse zufügen.

Zähneputzen statt Knochenkauen

Auf die Frage einer Nutzerin, ob es Knochen gäbe, deren Fütterung ungefährlich sei, antwortete Häuser: „Es kann Ihnen mit allen Knochen passieren. Deswegen rate ich prinzipiell davon ab, um kein Risiko einzugehen.“

Die Vorteile von Knochenfütterung ließen sich auch durch andere Maßnahmen erzielen. Häuser: „Zahnhygiene kann man mit Zähneputzen erreichen oder der Auswahl von Futter ohne Zuckeranteil. Und für die Calcium-Aufnahme gibt es auch extra Ernährungszusätze, die nicht gefährlich sind.“

 
 

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