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Essen: Dieses Mega-Projekt wird die Skyline der Stadt drastisch verändern

Ein Wohnturm könnte die Skyline von Essen drastisch verändern.
Ein Wohnturm könnte die Skyline von Essen drastisch verändern.
Foto: Arsatec GmbH

Essen. Die Hochhäuser in Essen prägen die Skyline der Stadt: Der RWE-Tower, die Evonik-Hochhäuser, die Wolkenkratzer von Postbank und Innogy.

Besonders gut sind sie für denjenigen zu sehen, der über die A40 in Richtung Mülheim mitten durch Essen fährt. Doch bald kommt vielleicht ein weiterer Wolkenkratzer hinzu, der die Skyline der Stadt deutlich mitprägen wird.

Essen: Mega-Projekt könnte Skyline der Stadt drastisch verändern

Die Rede ist vom Mega-Projekt „High Square“. Der Projektentwickler Arsatec GmbH hat dafür Grundstücke an der Hachestraße und der Frohnhauser Straße in Essen untersucht. Auf einem von ihnen könnte das moderne Gebäude entstehen, das auf 36 Etagen großstädtisches Wohnen „attraktiv und mit grandioser Fernsicht“ ermöglichen will.

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Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

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Insgesamt sollen dort 100 Wohnungen entstehen, in jeder der 36 Etagen sind es vier. Die kleinste misst rund 80 Quadratmeter, die größte bis zu 230.

135 Meter soll der Turm bei einer Grundfläche von 25 mal 25 Metern in den Himmel ragen – damit wäre der Turm das höchste reine Wohngebäude in NRW.

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Für die Ausstattung des besonderen Gebäudes kündigt Arsatec „internationale Standards“ an, etwa eine großzügige Lobby mit Concierge-Service und drei Grünterrassen in luftiger Höhe mit Gemeinschafts- und Privatgärten.

Zum Hingucker für die Passanten am Boden sollen außerdem die vier unteren Stockwerke werden. Der Projektentwickler will eine natürliche Fassadenbegrünung anlegen, die dem einstigen Titel Essens, „Grüne Hauptstadt Europas“, alle Ehre machen könnte.

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Das sah noch vor Jahren ganz anders aus. Die Flächen in und um die City waren in der Vergangenheit weniger grün und hauptsächlich Gewerbe-Immobilien vorbehalten. Zu Zeiten vieler Leerstände in den Innenstädten, eben auch in der Kettwiger Straße in Essen, sei nun wieder urbanes Wohnen in der City möglich.

Essen: So reagiert die Stadt auf die Gebäude

Darüber freut sich auch Sven Köhler, planungs- und baupolitischer Sprecher der CDU-Fraktion in Essen: „Die Planungen zum ‚High Square Essen‘ sind beeindruckend und könnten nicht nur eine Bereicherung unserer im Ruhrgebiet einmaligen Skyline sein, sondern auch Teil einer Antwort auf zu knappe Flächen für Wohnbebauung in unserer Stadt.“

Er lässt sich sogar zu einem Vergleich mit New York hinreißen: „Insgesamt ist die Ähnlichkeit mit dem Wohnhaus ‚432 Park Avenue‘ in New York unverkennbar und könnte damit eine landes-, wenn nicht sogar bundesweite Strahlkraft entwickeln.“

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Christoph Kerscht, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Essen, freut sich über die ökologischen Aspekte. „Für uns Grüne ist wichtig, dass der Wohnturm ökologisch neue Maßstäbe setzt und ästhetisch ein Aushängeschild für Essen wird.“ Projekte in anderen Städten hätten bereits gezeigt, dass Hochhäuser schon heute Null- oder gar Plusenergiehäuser sein können, also genau so viel oder mehr Energie erwirtschaften, als sie benötigen.

Eine wichtige Sache müsse vor dem Bau allerdings noch geklärt werden: „Die städtebauliche Einbindung und die tatsächliche Höhe zur Vermeidung von Verschattung in der Nachbarschaft.“

Mit dem modernen Wohngebäude will Arsatec neue Standards setzen: „So könnte ein echter Meilenstein für Essen mit Signalwirkung für das gesamte Revier entstehen.“ (vh)

 
 

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