Essen

Essen: Hitze-Wahnsinn am Grugabad – volles Bad sorgt für Mega-Schlange

Am Grugaband in Essen bildeten sich lange Schlangen.
Am Grugaband in Essen bildeten sich lange Schlangen.
Foto: DER WESTEN; imago images / Cavan Images

Essen. Die Sonne über Essen knallt vom Himmel. Über 30 Grad zeigt das Thermometer, keine Wolke am blauen Himmel zu erkennen.

Ein Königreich für ein Eis – oder den Sprung ins kühle Nass. Das dachten sich in Essen Viele, am Nachmittag war der Ansturm auf das Grugabad gewaltig. So groß, dass das Bad seine Tore zwischenzeitlich dicht machen musste. Dutzende Besucher standen erst einmal fragend vor verschlossener Türe.

Grugabad: Corona-Kapazität schnell erfüllt

Die besten Wasserspielplätze im Revier
Die besten Wasserspielplätze im Revier

Wegen des Coronavirus hat die Stadt Essen beschlossen: Bei 1500 Gästen im Grugabad ist Schluss. Mehr dürfen nicht rein. Um 14 Uhr öffnete das Bad am Donnerstag für die Besucher – keine zwei Stunden hatte es gedauert, bis es hieß „Einlassstopp“. Um 15.50 Uhr machten die Kassen an der Badeanstalt zu.

---------------------

Das ist die Stadt Essen:

  • geht auf das vor 850 gegründete Frauenstift Essen zurück
  • 582.760 Einwohner, neun Stadtbezirke und 50 Stadtteile, viertgrößte Stadt in NRW
  • seit 1958 Sitz des neugegründeten Bistums Essen
  • Wahrzeichen unter anderen: Zeche Zollverein, Villa Hügel, Grugapark Essen
  • war 2010 Kulturhauptstadt Europas und 2017 Grüne Hauptstadt Europas
  • Oberbürgermeister ist Thomas Kufen (CDU)

------------------------

„Das Schwimmbad ist voll“, heißt es kurz angebunden von einem Mitarbeiter. Wer hinein will, muss sich erst einmal gedulden. Um die Schlange zu entzerren, werden die Badegäste bereits rund 100 Meter vor der eigentlichen Kasse gestoppt. Besonders hart: Die Schattenplätze unterhalb des Eingangs auf Höhe des Parkplatzes sind rar.

So ganz geht das Entzerrungs-Konzept jedoch nicht auf. An die Abstandsregel von 1,5 Meter halten sich die Wenigsten.

Familie hat richtig Pech

Was den Schatten angeht, haben es diejenigen Besucher, die noch vor dem direkten Eingang warten, etwas besser. Hier spenden wenigstens Bäume etwas Schatten. Vor den Kassen – das Ziel schon vor Augen – warten auch Alexandra Manoussos (32) und Daniel Lück (36). Sie sind mit ihrer Familie angereist – und hatten richtig großes Pech.

+++ Essen: Frau gibt Führerschein bei der Polizei ab – und begeht einen folgenschweren Fehler +++

„Die Hälfte unserer Familie ist mit dem Bus angereist, und wartet bereits im Bad. Wir mussten noch mit dem Auto ins Parkhaus fahren und haben dann leider noch einen kleinen Umweg genommen. Als wir dann nur wenige Minuten später ankamen, war kein Einlass mehr. Wir durften ihnen zumindest gerade noch die Badesachen reinreichen, die wir im Auto mitgenommen hatten“, erzählt Alexandra.

+++ Essen: Gina P. (18) stirbt bei McLaren-Unfall – Raser entschuldigt sich vor Gericht +++

Zuvor hatte es die Familie schon im Bad in Kettwig versucht. Doch auch dort herrschte Ausnahmezustand. „Das Bad war unglaublich voll, die Schlange stand komplett in der Sonne und es gab keinen einzigen Parkplatz mehr“, so Alexandra.

Wartende nehmen es mit Gelassenheit

Generell ist die Stimmung unter den Wartenden entspannt. Zwar gibt es einzelne, die sich über die Wartezeit ärgern, der Großteil nimmt die Maßnahme jedoch mit Gelassenheit. So auch Dominik (29): „Ich habe gerade Urlaub, mir macht das Warten den Spaß am Baden nicht kaputt.“ Auch Isabell (16) und ihr kleiner Bruder nehmen das Warten gelassen: „Noch warten wir nicht so lange. Da ich aus Belgien komme, kenne ich mich nicht so gut aus in Essen und habe mich bei der Anreise etwas verlaufen. Gerade deswegen wollen wir jetzt natürlich auch rein.“

-------------------------------------

Mehr aus Essen:

Essen: Diese Kreuzung gehört zu den gefährlichsten in NRW!

Essen: Extrem hohe Müllgebühr! DARUM musst du hier mehr zahlen als woanders

Essen Hauptbahnhof komplett dicht – kein Zugverkehr

-------------------------------------

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes erzählt, dass am Donnerstag der erste Tag in dieser Woche gewesen sei, bei dem man die Grenze von 1500 Besuchern erreicht hätte. Schaut man auf die Wettervorhersage für die nächsten Tage, dürfte dieses Schicksal Badegästen wohl auch in den nächsten Tagen bevorstehen. Wer ins Grugabad will, sollte also entweder Zeit mitbringen oder früh genug anreisen. (dav)

 
 

EURE FAVORITEN