Essen

Handy-Kontrollen in Essen: Erschreckende Bilanz, Polizei fordert höhere Strafen

Die Essener Polizei hat am Donnerstag Autos kontrolliert: Dabei achtete sie vor allem auf die verbotene Smartphone-Nutzung am Steuer. Die Bilanz fällt nicht so aus, wie die Polizisten sie sich gewünscht hätten.
Die Essener Polizei hat am Donnerstag Autos kontrolliert: Dabei achtete sie vor allem auf die verbotene Smartphone-Nutzung am Steuer. Die Bilanz fällt nicht so aus, wie die Polizisten sie sich gewünscht hätten.
Foto: dpa
  • Die Polizei hat am Donnerstag Autos und Radfahrer im großen Stil kontrolliert
  • Die Bilanz der Kontrollen ist erschreckend
  • Viele Autofahrer schauten trotz der angekündigten Kontrollen während der Fahrt auf ihr Handy
  • Das sind die genaue Zahlen zu den Kontrollen der Polizei Essen und Mülheim

Essen. Die Polizei kontrollierte am Donnerstag in Essen und Mülheim Fahrer, die ihr Smartphone während der Fahrt benutzten. Das Tippen am Handy und kurze Nachrichten gehören dabei zu den schlimmsten Verstößen. Die vermeintlich kurze Abklenkung führt oft zu Unfällen.

Trotz der angekündigten Kontrollen zieht die Polizei eine erschreckende Bilanz.

Handy-Kontrollen: Polizisten mit Hauptaugenmerk auf verbotene Nutzung

In der Zeit von 6 Uhr bis 19 Uhr kontrollierten die Polizisten am Donnerstag die Autofahrer.

Größtenteils zog die Polizei die Autos an der Ruhrallee und Bottroper Straße aus dem Verkehr: Trotz der Verschärfung der Gesetze in den letzten Jahren stellte die Polizei eine hohe Zahl an Gesetzesverstößen fest, die letztlich zu üblen Unfällen hätten führen können.

Das Hauptaugenmerk legten die Polizisten am Donnerstag auf die verbotene Nutzung der Handys.

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Strafe: 100 Euro, ein Punkt und Verwaltungsgebühr

Mittlerweile erwartet die, die gegen das Gesetz verstoßen, mit einem Bußgeld von 100 Euro, plus Verwaltungsgebühren und einem Punkt rechnen.

(Hier kannst du mehr zu der Aktion lesen.)

Trotzdem hielten sich nicht alle Autofahrer an die gültigen Vorschriften: Sie telefonierten und tippten auf ihren Mobiltelefonen herum. Auffällig war bei den Kontrollen vor allem das Tippen auf dem Handy, was den Polizisten besonders oft aufgefallen ist.

Bilanz der Kontrolle: Von 270 kontrollierten Autos verstießen 100 gegen das Gesetz

Die Polizei geht davon aus, dass Fahrer durch den Blick nach unten aufs Smartphone nicht schnell genug auf Situationen im Straßenverkehr reagieren können, sodass ein Unfall unvermeidlich ist.

Die Polizei kontrollierte in Essen und Mülheim an der Ruhr insgesamt 270 Fahrzeuge. 100 Handy-Sünder wurden dabei geschnappt.

Polizeidirektor Wolfgang Packmohr sagte zur Bilanz der groß angelegten Kontrollen: „Offensichtlich schrecken 100 Euro nicht ab, der Gesetzgeber sollte über ein einmonatiges Fahrverbot nachdenken.“ (mj)

 
 

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