Essen

In Essen werden weniger Knöllchen verteilt – das sind die Gründe

Ein Strafzettel  steckt im Scheibenwischer eines geparkten Autos. In Essen wurden im vergangenen Jahr rund ein Viertel weniger Knöllchen verteilt als im Vorjahr.
Ein Strafzettel steckt im Scheibenwischer eines geparkten Autos. In Essen wurden im vergangenen Jahr rund ein Viertel weniger Knöllchen verteilt als im Vorjahr.
Foto: dpa

Essen. Diese Nachricht dürfte Autofahrer in Essen freuen.

In der Stadt wurden 2018 weniger Knöllchen verteilt als noch im Vorjahr. Das bestätigte die Stadt Essen auf DER WESTEN-Nachfrage. Zuerst hatte die NRZ berichtet.

Essen: Ordnungsamt verteilt weniger Knöllchen

Während 2017 noch rekordverdächtige 232.100 Strafzettel verteilt, waren es 2018 nur noch 178.938 Verkehrsordnungswidrigkeiten. Das ist ein Rückgang von rund einem Viertel.

Darunter waren auch 3333 Privatanzeigen, heißt es von der Stadt Essen. Zum Vergleich: 2016 wurden 181.900 Knöllchen in Essen verteilt, 2015 waren es 175.600.

Bedeuten weniger Knöllchen auch weniger Falschparker und umsichtigere Autofahrer?

Nein, erklärt Stadtsprecherin Silke Lenz: „Der Rückgang liegt nicht grundsätzlich in einem veränderten Verkehrsverhalten.“ Die Ursachen lägen vielmehr in fehlendem Personal und neuen Aufgaben beim Ordnungsamt.

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Weniger Personal, mehr Aufgaben

„Zum einen wurde in der Vergangenheit eher Personal in der Verwaltung abgebaut, seit drei Jahren wird wieder Personal aufgebaut. Allerdings sind gerade im Ordnungsbereich mehr Aufgabenstellungen hinzugekommen, insofern wurde Personalbestand unter anderem in anderen Bereichen eingesetzt“, erklärt die Sprecherin.

Darunter dürften etwa die Einsätze des Ordnungsamts bei Razzien gegen Clan-Kriminalität oder in Problemhäusern fallen.

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Stadt kündigt Besserung an

Doch die Stadt verspricht Besserung: „Die Verwaltung arbeitet derzeit ein neues Parkraumbewirtschaftungskonzept aus, darin soll auch ein erhöhter Personalbedarf berücksichtigt werden.“

 
 

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