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Gruppenvergewaltigung in Essen: Mädchen (17) trifft jungen Mann am Hauptbahnhof – dann erlebt sie einen wahren Alptraum

Essen: Gruppenvergewaltigung vor Gericht

Vor dem Essener Landgericht wird seit Montag eine Gruppenvergewaltigung verhandelt.

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Essen. Fünf Männer aus Essen und Wesseling (Rhein-Erft-Kreis) müssen sich seit Montag vor dem Landgericht Essen verantworten.

Ihnen wird im August 2017 eine gemeinschaftliche Vergewaltigung einer damals 17-Jährigen vorgeworfen.

Essen: Fünf Männer vor Gericht - sie sollen 17-Jährige vergewaltigt haben

Die grausamen Details: Der Hauptangeklagte Shakiel H. (22) soll am 4. August 2017 gegen 13 Uhr in einem Schnellrestaurant im Hauptbahnhof Essen das Mädchen, dass er wohl flüchtig kannte, gefragt haben, ob sie mit ihm komme. Sie soll abgelehnt haben, worauf hin der in der U-Haft sitzende Angeklagte sie am Hals gepackt haben soll.

Das Mädchen soll daraufhin in eine Toilette geflüchtet sein. Als sie diese nach einer halben Stunde verließ, habe der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft immer noch auf sie gewartet haben. Er werde sie „grün und blau“ schlagen, falls sie nicht mitkomme, soll er gesagt haben und zum Beweis mit der flachen Hand ihr ins Gesicht geschlagen haben.

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Jedenfalls, so die Anklage, soll das Mädchen aus Angst dem jungen Mann gefolgt sein. Mit der Straßenbahn seien sie in eine Wohnung eines Mitangeklagten in der Altendorfer Straße gefahren, wo sie gemeinsam einen Joint rauchten.

Dann sollen die Angeklagten die damals 17-Jährige gezwungen haben, eine rote Tablette einzunehmen, durch die sie zunächst „weggetreten“ war. Im Anschluss haben die Männer die Minderjährige auf ein Bett gelegt und dort an Armen und Beinen festgehalten, ist die Staatsanwaltschaft überzeugt.

Acht Männer sollen über Teenager hergefallen sein

Der Hauptangeklagte H. soll dem Mädchen die Klamotten runtergerissen und sie als erstes vergewaltigt haben. Daraufhin seien weitere sieben Männer über das vor Schmerzen schreiende Mädchen hergefallen, heißt es in der Anklage. Fünf von ihnen stehen nun vor Gericht, zwei werden gesondert verfolgt. Zwei weitere Männer sind noch unbekannt.

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Das es erst mehr als zwei Jahre nach der Tat zum Prozess kommt, erklärt sich in den schwierigen Ermittlungen. Essens Gerichtssprecher Dr. Johannes Hidding dazu: „Die Anklageschrift datiert vom Mai diesen Jahres. Es sind hier umfangreiche Ermittlungen durchgeführt worden, unter anderem DNA-Analysen. Es hat auch einige Zeit gedauert, die Identitäten der Angeklagten zu ermitteln.“

Hauptangeklagter bestreitet Tat

Die zwischen 20 und 24 Jahre alten Männer machten zu Prozessbeginn keine Aussage. Gegenüber dem Haftrichter hatte der Hauptangeklagte Shakiel H. die Tat bestritten: „Ich habe keine Schuld auf mich geladen, bin unschuldig inhaftiert.“

Er habe das Mädchen vorher bei einer Bekannten kennengelernt und sie einige Wochen später zufällig am Hauptbahnhof wiedergetroffen. Sie hätten anschließend Zeit in der Essener Innenstadt miteinander verbracht und danach zusammen bei einem Mitangeklagten übernachtet, da er bei seinen Eltern lebe.

Urteil könnte vor Weihnachten fallen

Hier sei es zum einvernehmlichen Sex zwischen ihm und dem Mädchen gekommen, erklärte der Hauptangeklagte in einer früheren Aussage. Am nächsten Tag sei das Mädchen wütend gewesen, weil sie die Wohnung am Morgen verlassen mussten und er keine Beziehung mit ihr gewollt habe, so der vorbestrafte 22-Jährige.

Das Mädchen hatte die mutmaßliche Vergewaltigung am nächsten Tag zur Anzeige gebracht. DNA-Spuren an Bettbezug und Bettdecke belasteten die Angeklagten. Am nächsten Prozesstag soll die Geschädigte aussagen. Ein Urteil könnte noch vor Weihnachten fallen.

Vor wenigen Tagen startete auch in Hagen ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Vergewaltiger. Die mittlerweile 26 Jahre alten Männer sollen vor fünf Jahren eine damals 19-Jährige vergewaltigt haben. Mehr zu diesem Prozess liest du >>> hier <<< bei Der Westen.

 
 

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