Essen

Großaufgebot in Essener Shisha-Bar – Polizei verhindert Clan-Ausschreitungen

Die Polizei durchsucht eine Shishabar in der Essener City.
Die Polizei durchsucht eine Shishabar in der Essener City.
Foto: DERWESTEN/Marcel Storch

Essen. Mit einem Großaufgebot ist die Polizei am Donnerstag vor einer Shisha-Bar in Essen vorgefahren. Am Freitag gab eine Polizeisprecherin gegenüber DER WESTEN bekannt: „Es gab Hinweise auf größere Gruppen mit Clan-Mitgliedern.“ Darauf halten vor dem Shisha-Café in der nördlichen Innenstadt 25 Mannschaftbusse und umstellen den Laden. Die Stimmung ist aufgeheizt.

Die Polizei nimmt Personalien auf, durchsucht die parkenden Nobelkarossen und stellt einen Baseballschläger sowie ein Messer sicher. Platzverweise werden ausgesprochen, auch ein Verstoß gegen die Verkehrsordnung wird aufgenommen.

Essen: Polizei kontrolliert Shishbar in der City

„Kollegen haben eine Shisha-Bar überprüft. Es hat Probleme gegeben“, sagte Polizeisprecher Peter Elke noch während des Einsatzes. Kräfte einer Hundertschaft unterstützten die Beamten bei der Schwerpunktkontrolle im Bereich der Clankriminalität. Die Shisha-Bar war bereits in der Vergangenheit Ziel mehrerer Polizeikontrollen. Wie häufig die Beamten jedoch bereits vor Ort waren, konnte eine Sprecherin nicht sagen.

Ziel sei es gewesen, präventiv zu handeln und eine Auseinandersetzung zu verhindert. Wie die „Bild“ berichtet, wären einige Clan-Mitglieder extra aus Berlin angereist. Die Rede ist von einem sogenannten „Friedensrichter“. Die Polizei hingegen konnte nicht bestätigen, dass Clan-Mitglieder aus anderen Städten angetroffen wurden.

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Schlägerei im Clan-Milieu als Auslöser für Großeinsatz?

Auslöser war womöglich der Angriff auf einen 17-Jährigen vor knapp einem Monat. Er führte eine verbotene Liebe mit einem Mädchen, die ihn darauf in einen Hinterhalt auf einem Altendorfer Schulhof lockte. Dort erwarteten ihn acht Clan-Familienmitglieder. Der Lockvogel, das Mädchen, soll die Tat gefilmt haben. Später sind Aufnahmen über soziale Medien weiter verbreitet worden (>> hier mehr zu den Hintergründen). Der Jugendliche musste darauf eine Woche auf der Intensivstation verbringen.

Die Polizei prüft noch einen möglichen Zusammenhang zwischen den Taten. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist, dass eine weitere Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Familien am Montag auf der Beisingstraße mit den beiden Fällen zusammenhängt. Auch hier dauern die Ermittlungen noch an.

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Nördliche Innenstadt „gefährlicher Ort“

Die nördliche Innenstadt gilt schon länger als „gefährlicher Ort“. Das bedeutet, dass Ausweiskontrollen durchgeführt werden dürfen, ohne das ein konkreter Verdacht besteht. (ms/mb/jg)

 
 

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