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Essen: Frauengruppe stürmt ehemaliges Karstadt-Gebäude – um DAS zu verbreiten

In Essen machte sich eine Frauengruppe an einem ehemaligen Karstadt-Gebäude zu schaffen. (Symbolbild)
In Essen machte sich eine Frauengruppe an einem ehemaligen Karstadt-Gebäude zu schaffen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Manngold

Essen. In Essen machte sich eine Frauengruppe an einem ehemaligen Karstadt-Gebäude zu schaffen. Die Gruppe will eine wichtige Botschaft verbreiten.

In der Nacht zu Samstag erhielt die Polizei Essen eine Info über eine Hausbesetzung an der Haedenkampstraße 20. Dort steht seit Jahren das ehemalige Karstadt-Gebäude leer.

Essen: Frauengruppe stürmt ehemaliges Karstadt-Gebäude

Vor Ort konnten die Beamten jedoch keine Personen antreffen. „Die Kollegen fanden nur eine Scheinbesetzung vor. An dem Gebäude wurden mehrere Banner angebracht“, so eine Polizeisprecherin gegenüber DER WESTEN. Darauf zu lesen: „Her mit dem schönen Leben“ oder „squat the world“.

Die Polizei Essen hat die Transparente beschlagnahmt und an den Staatsschutz weitergeleitet. Ein Ermittlungsverfahren wurde ebenfalls eingeleitet.

Was die Frauengruppe in Essen verbreiten wollte? Sie wollte Solidarität mit den Frauen von „Liebig 34“ zeigen. Am Freitag ist das Gebäude an der Liebigstraße in Berlin von der Polizei geräumt wurden. Zuvor war es lange Zeit besetzt worden.

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Infos zu Liebig 34:

  • Liebig 34 steht für die Liebigstraße 34 in Berlin
  • Das Haus an der Straße wird seit zwei Jahren von Frauen der linksautonomen Szene besetzt
  • Vorher hatten sie einen Mietvertrag
  • Sie nennen sich selbst „Anarcha-queer-feministisches Hausprojekt Liebig 34“
  • Am 9. Oktober wurde das Haus durch die Polizei zwangsgeräumt
  • Der Eigentümer Gijora Padovicz will dort zukünftig Flüchtlinge unterbringen

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Die Antifa Essen hat auf Twitter ein Statement der Frauengruppe geteilt. Sie schreiben: „Wir werden uns nicht zeigen. Wir werden nicht am Fenster stehen und rumprollen. Ihr werdet nie wissen, wie viele wir sind und wer uns geholfen hat. Wir sind alle FLINT*-Personen, die schon mal bedroht und verletzt wurden, für die ihr keinen sicheren Ort herstellen könnt und wollt.“

FLINT steht für Frauen, Lesben, Inter-Menschen, Nichtbinäre Menschen und Trans-Menschen.

Polizei Essen durchsucht Social Web

Weiter heißt es: „Ihr könnt uns immer wieder räumen und wir werden irgendwo anders wiederauftauchen. Denn wir sind ein Symptom eurer Politik, des vernichtenden patriarchalen Systems.”

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Unterzeichnet wurde das Statement von „Das feministische Kollektiv“. Im Internet gibt es keinerlei Infos zu diesem Kollektiv. Die Polizei Essen versucht nun herauszufinden, wer hinter der Aktion am ehemaligen Karstadt-Gebäude steckt und durchsucht dabei auch die sozialen Medien. (ldi)

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